Landwirtschaft

Glyphosat-Einsatz beenden!

Das Pflanzengift Glyphosat wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Um dem vorsorgenden Verbraucherschutz gerecht zu werden forderten die Grünen in einem Dringlichkeitsantrag die Staatsregierung auf, den Einsatz von Glyphosat zu beenden. Dies wurde von der CSU-Fraktion abgelehnt.

Mit der Einstufung der WHO  bestätigen sich die Berichte aus Südamerika, wo dieses Gift in Gensojafeldern eingesetzt wird und massive Gesundheitsschäden unter der dort wohnende Bevölkerung auslöst. Aber auch bei uns findet Glyphosat oder Round up, wie der Markenname von Monsanto heißt, massenhaften Absatz. Allein in Deutschland werden über 6000 Tonnen Glyphosat ausgebracht. Inzwischen ist es auch in der Muttermilch zu finden, wie eine grüne Untersuchung vor Kurzem ans Licht brachte. Zwar ist ein Verbot von Glyphosat nur auf Bundes- und Europaebene möglich, aber die CSU-Staatsregierung könnte den Einsatz von Glyphosat auf öffentlichen Flächen unterbinden und damit ein Zeichen setzen.

Doch nicht einmal dazu ist die CSU bereit empört sich die verbraucherschutzpolitische Sprecherin Rosi Steinberger: „Die CSU ignoriert die Einstufung der WHO und verabschiedet sich wieder einmal vom vorbeugenden Verbraucher- und Gesundheitsschutz. Die wirtschaftlichen Interessen dominieren. Es bleibt zu hoffen, dass man sich dies nicht mit zusätzlichen Krebsfällen erkauft.“