Landwirtschaft

Biomilch als Chance!

Tag der Milch am 1. Juni: Druck auf bäuerliche Landwirtschaft wächst. "Die bäuerliche Milchviehhaltung – zentraler Bestandteil der bäuerlichen Landwirtschaft in Bayern – ist stark in ihrer Existenz bedroht", unsere agrarpolitische Sprecherin Gisela Sengl. Bereits vor dem Wegfall der Milchquote (1. April 2015) ist der Weltmarktpreis für Milchprodukte stark gesunken, „aber seit Beginn 2014 hat er sich nahezu halbiert“. Derzeit liegt der durchschnittliche Auszahlungspreis in Bayern konventionell bei 31,8 Cent: „Der Druck auf die bäuerlichen Erzeuger wächst.

Die oftmals kleinen und familiengeführten Betriebe können nicht mehr kostendeckend arbeiten.“
 
Auf der anderen Seite liege der Auszahlungspreis für Biomilch derzeit mit durchschnittlich 47,29 Cent auf historisch höchstem Niveau und die „Nachfrage steigt und steigt und steigt. Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben längst begriffen, wovor Politik und Agrarlobby noch immer die Augen verschließen.“ Die bayerische Landwirtschaft decke bisher nur 68 Prozent des heimischen Bedarfs ab, der Rest werde aus Österreich und Dänemark importiert. Im Gegenzug betrage der Selbstversorgungsgrad von konventioneller Milch 178 Prozent, „fast die Hälfte muss also exportiert werden.

„Das ist sowohl ökologisch als auch betriebswirtschaftlich völliger Unsinn“, so Gisela Sengl: „Die Umstellung auf Bio ist für die bayerischen Milchbauern eine große Chance – vielleicht ihre einzige. Wir könnten mit gutem Beispiel vorangehen und in allen staatlichen Einrichtungen Biomilch verwenden.“