Landwirtschaft

Düngeverordnung verschärfen, Trinkwasser schützen!

Gisela Sengl fordert verbindliche Hoftorbilanz zur Gewährleistung des Grundwasserschutzes.  Wir begrüßen die beschlossene Erhöhung der Bioprämie, die wir bereits in einem Dringlichkeitsantrag im Juli gefordert hatten.

"Die ökologische Landwirtschaft muss optimal gefördert werden, nicht nur, um umstellungswillige Betriebe zu unterstützen, auch weil Ökolandbau den Grundwasserschutz sichert – das hat sich schon beim Münchner Trinkwasser bewährt", erklärt unsere agrarpolitische Sprecherin Gisela Sengl. "Die konventionelle Landwirtschaft, die intensiven Ackerbaubetriebe und die Schweine- und Geflügelmastbetriebe verursachen vor allem die Nitratbelastung im Grundwasser."
 
Wir fordern deshalb eine Verschärfung der Düngeverordnung durch eine verbindliche Hoftorbilanz: "Das heißt, alles was an Stickstoff über den Dünger oder das Futter zugekauft wird, sollte genau so viel sein, wie am Ende an Stickstoff über die Ernte oder die anderen landwirtschaftlichen Produkte wieder verkauft wird", so Gisela Sengl. "Damit wäre nur so viel Stickstoff im Boden wie für die Produkte gebraucht wird." Es entstehe ein Gleichgewicht und keine zusätzliche Verunreinigung des Grundwassers durch Nitrat.
 
Die Bundesregierung versuche bereits, das Problem mittels einer Novellierung der Düngeverordnung zu lösen, die CSU-Regierung aber verhindere Einschränkungen für die Bauern und vernachlässige die Probleme, die durch die konventionelle Landwirtschaft entstünden. "Damit manifestiert die CSU-Regierung aber nur den Status Quo und schiebt die bedrohliche Belastung unserer Gewässer vor sich her“, so Gisela Sengl. „Wir brauchen endlich eine andere Landwirtschaftspolitik, die nicht nur an den Symptomen herumdoktert, sondern die Probleme von der Wurzel her anpackt."


lmo