Land- und Forstwirtschaft und Ernährung

Freier Handel für die Großkonzerne?

Servus Reinheitsgebot, Grüß Gott Monsanto! Welche Folgen hat das Freihandelsabkommen für uns?“ Die Grüne Landtagsfraktion veranstaltete eine Podiumsdiskussion, die den Stand der Verhandlungen und die Befürchtungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) näher ausleuchten sollte.

Neben der agrarpolitischen Sprecherin Gisela Sengl standen für die Diskussion der Bezirkspräsident  des Bayerischen Bauernverbandes Anton Kreitmair, die BUND- Sprecherin für Landwirtschaft Reinhild Benning, der Leiter des Referates Europa der IHK München Alexander Lau und der agrarpolitische Sprecher der Grünen Europafraktion Martin Häusling Rede und Antwort. Moderiert wurde die Veranstaltung von Jutta Prediger vom Bayerischen Rundfunk.

Einig war man sich im Podium, dass die Intransparenz der Verhandlungen abzulehnen ist. Bei der Beurteilung der Vorteile des Freihandelsabkommens lagen die Einschätzungen deutlich auseinander. Während die Grünen Vertreter und die Vertreterin des BUND das Abkommen ablehnen, sah der IHK-Vertreter eher Vorteile und der Vertreter des Bauernverbandes Vor- und Nachteile.
Aus der Zuhörerschaft wurden vor allem Fragen zur Gentechnik, zur Verschlechterung der Verbraucherschutzstandards und zum undemokratischen Schiedsverfahren an das Podium herangetragen.

„Die Diskussion zeigte ganz deutlich, dass die Vorteile des Freihandelsabkommens insbesondere für die bayerischen LandwirtInnen und VerbraucherInnen minimal sind, die Gefahren dagegen ganz erheblich. Für mich ist ein Stopp dieser intransparenten Verhandlungen die einzig logische Konsequenz.“ so lautete das Fazit der agrarpolitischen Sprecherin Gisela Sengl.