Land- und Forstwirtschaft und Ernährung

Agrar: Regionale Wertschöpfung statt billiger Massenproduktion!

Im Agrarausschuss des Landtages stand der Agrarbericht 2014 zur Diskussion. Die Einkommenslage der konventionellen landwirtschaftlichen Betriebe hat sich gemäß des Berichts verbessert, dies ging aber vielfach auf Kosten der Umwelt, wie aktuelle Untersuchungen zur Qualität des Grundwassers und zur Artenvielfalt in der Ackerflur zeigen.

Besonders lukrativ waren für die Situation für den Maisanbau, denn die Ackerbaubetriebe und dort vor allem die Großbetriebe erzielten die höchsten Gewinne. Die bayerische Landwirtschaft wird mit jährlich 3,5 Mrd. öffentlichen Mitteln unterstützt. Davon stammen 939 Mio. € aus Landesmitteln. Diese öffentlichen Mittel sollen für die öffentlichen Leistungen der Landwirtschaft dienen.  Dazu zählen der Erhalt der Kulturlandschaft, der Schutz des Grundwassers und der Oberflächengewässer, der Klimaschutz, der vorbeugende Hochwasserschutz, der Bodenschutz und der Naturschutz.

Hier zeigen sich jedoch erhebliche Defizite, die nicht kleiner sondern größer werden. Während der Agrarminister von der Förderung kleinbäuerlicher Strukturen spricht, setzt die amtliche Landwirtschaftsberatung und -ausbildung auf Wachstumsbetriebe. Schlechte Preise für die Agrarprodukte sollen durch mehr Menge aufgefangen werden. Der Druck auf die Flächen und deren Intensivierung wird enorm. Darunter leidet auch die ökologische Landwirtschaft, die durch diese Flächenkonkurrenz kaum Wachstumschancen hat.
„Wir müssen mehr Wert auf ökologisch und regional produzierte Agrarprodukte und deren regionaler Vermarktung legen, der Trend zur billigen Massenproduktion für die Weltmärkte ist für die bayerische Landwirtschaft fatal.“ so die agrarpolitische Sprecherin Gisela Sengl.