Kultur und Heimat

Konzerthaus München: Von den Erfahrungen anderer lernen

Eine Gruppe von Abgeordneten schauten sich in der vergangenen Woche die Konzertsaalneubauten in Paris, Luxemburg, Luzern, Hamburg und im finnischen Lahti an.

Bei Planung und Bau eines neuen Konzerthauses in München muss allerhand beachtet werden, wenn Kosten und Bauzeiten nicht ausufern, aber Akustik und Qualität stimmen sollen. Deshalb hatten die Landtags-Grünen vorgeschlagen, dass sich der Landtag bei den kommenden Entscheidungen stärker beteiligen und dazu auch über Planung und Bau neu errichteter Häuser informieren soll.
Noch sind wesentliche Fragen offen: Weder sind bisher die Kosten beziffert noch die genaue Gestaltung der beiden Konzertsäle geklärt, um die bestmögliche Akustik zu erzielen. Wir werden deshalb weiter darauf drängen, dass unser Wissen bei der Realisierung des Projekts Gehör findet und wir an den Entscheidungen beteiligt werden.

Nun hat sich eine Delegation aus Landtagsabgeordneten und Beamten von Kunst- und Baubehörden vor Ort über die Schwierigkeiten und Erfolge beim Bau fünf europäischer Konzerthäuser Auskunft geben lassen.
Sepp Dürr dazu in einem Interview der Abendzeitung
„Wir müssen uns ausreichend Zeit zur Planung nehmen und alle Beteiligten möglichst frühzeitig einbeziehen. Umplanungen während des Baus haben meist üble finanzielle Folgen und bringen viel Ärger mit sich“, so der kulturpolitische Sprecher Sepp Dürr. „Am wichtigsten ist, dass der Staat als Bauherr seine Verantwortung kompetent wahrnimmt.“