Integration und Migration

Mehrsprachigkeit als Ressource nutzen

Gülseren Demirel zum Tag der Muttersprache (21.2.20): Förderung der deutschen Sprache und Herkunftssprache stehen nicht in Konkurrenz zueinander

Zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar 2020 fordern die Landtags-Grünen ein durchgängiges Konzept für die Förderung von Mehrsprachigkeit in Bayern. Laut Söder-Regierung sei Mehrsprachigkeit wichtig, grüne Anfragen aber zeigen, dass es keinerlei Überlegungen und Konzeption gibt, diese auch zu fördern. „Die deutsche Sprache ist die Basis für Integration“, erklärt die migrationspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Gülseren Demirel. „Darauf aufbauend sollten wir darauf hinwirken, dass Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte mit Migrationshintergrund ihr Potential der Mehrsprachigkeit für ihr weiteres Leben voll ausschöpfen können.“

Schulen sollten die Herkunftssprachen als zweite oder dritte Fremdsprachen neben dem Deutschen voll anerkennen, fördern und zertifizieren – bis hin zur Berücksichtigung im Abitur. „Es reicht nicht, sie irgendwo am Rande, in Arbeitsgruppen am Nachmittag anzubieten, sondern sie müssen ein vollwertiges Schulfach sein“, so Gülseren Demirel. Mehr Bildungsgerechtigkeit, Anerkennung der Herkunftssprachen, interkulturelle Bildung und Erziehung sowie Entwicklung des Bildungs- und Wirtschaftsstandorts Bayern – „Hier ist noch einiges zu tun für ein vielfältiges und internationales Bayern.“
 
Gülseren Demirel: „Die Förderung der deutschen Sprache und der Herkunftssprache stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Es braucht eine stärkere Förderung der Mehrsprachigkeit und dafür fehlen die nötigen Lehrkräfte. Wir müssen daher prüfen, welcher Ausbau der Studienangebote für herkunftssprachliche Fächer notwendig ist und wie wir die Anerkennung ausländischer Lehramtsausbildungen vereinfachen können.“

Mehrsprachigkeit in Bayern I
Anlage: Übersicht bilinguale Kitas
Mehrsprachugkeit in Bayern II - Kripppen und Kindergärten
Mehrsprachugkeit in Bayern II - Schulbereich