Integration und Migration

Jugendliche Flüchtlinge ausbilden - nicht abschieben!

Dringlichkeitsantrag für eine dauerhafte Bleiberechtsregelung für jugendliche Flüchtlinge: "Während der Zeit der Schulausbildung, der anschließenden Berufsausbildung und einer mindestens zweijährigen Praxiszeit muss ein gesicherter Aufenthalt ermöglicht werden", fordert Christine Kamm, Sprecherin für Asylpolitik und Integration. "Es macht weder Sinn Flüchtlinge während der Ausbildung abzuschieben noch mit der Ausbildung zu warten, bis das Asylverfahren der Flüchtlinge abgeschlossen ist."


Es müssten jetzt Nägel mit Köpfen gemacht und endlich Klarheit geschaffen werden. Jugendliche Flüchtlinge bräuchten ein Fundament für ein gelingendes selbstständiges Leben. „Man muss ihnen die Möglichkeit für ihre berufliche Existenzsicherung geben.“ Dies sei auch eine Forderung der Industrie- und Handelskammern, ebenso wie die Möglichkeit, anschließend mehrjährige Berufserfahrung sammeln zu können, ohne mittendrin abgeschoben zu werden. „Das ist nicht nur ein Beitrag zur Integration in der Gesellschaft“, so Christine Kamm. „Sollten die betroffenen Flüchtlinge hier bleiben, bereichern sie mit ihrer Arbeitskraft Bayern, sollten sie später in ihr Heimatland zurückkehren, könnten sie mit dem Fundament eines erlernten Berufes einen positiven Beitrag für den Aufbau ihres Heimatlandes leisten.“

lmo


Der grüne Dringlichkeitsantrag wird am Donnerstag, 5.2.15, im Ausschuss für Verfassung, Recht und Parlamentsfragen des Bayerischen Landtags behandelt