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Klimaschutzwald in Teublitz erhalten!

Landtags-Grüne: Prüfstein für glaubwürdige Umwelt- und Klimaschutzpolitik der Staatsregierung

Die Landtags-Grünen fordern, den Klimaschutzwald in Teublitz zu erhalten. 20 Hektar in Staatsbesitz bei Teublitz in der Oberpfalz sind besonders wasserspeichernd und artenreich und deshalb nach dem Waldgesetz als „Klimaschutzwald“ ausgezeichnet. „Die Söder-Regierung will dieses ökologisch wertvolle Stück Wald einem Gewerbegebiet opfern“, erklärt die grüne Abgeordnete Anne Franke, die die Petition der Bürgerinitiative vor Ort im zuständigen Ausschuss vertreten hat. „Andere Standorte näher an der Stadt wurden dagegen nicht berücksichtigt. Es ist unglaublich, wie hier ohne Not ein Wald geopfert wird, wenn es Alternativen gibt.“

Der Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, Ludwig Hartmann, prangert „die Zerstörung des Waldes als grüner Lunge Bayerns“ an und appelliert an die Regierung: „Die vielen Bürgerproteste gegen die Rodung zeigen: Die Menschen in Bayern haben beim Schutz des Waldes einen klaren Wertekompass und setzen sich zur Recht zur Wehr, weil die Staatsregierung ihren Aufgaben im Klima- und Naturschutz nicht nachkommt. Wenn es Markus Söder mit dem Baumschutz und der Schaffung eines Klimawalds in Bayern ernst ist, muss er den bayernweiten Ausverkauf unserer Staatswälder für immer neue Gewerbegebiete stoppen. Die Staatsregierung hat es in der Hand. Ein kerngesunder, ökologisch hochwertiger Wald lässt sich nicht nach dem Baukastenprinzip durch Baumpflanzungen an einem anderen Standort ersetzen. Was weg ist, ist weg – erst in vielen Jahrzehnten ist bei einem neugepflanzten Wald im Optimalfall eine ähnliche Klimawirkung erreicht.“   

In Weiden konnte durch einen Bürgerentscheid verhindert werden, dass 72 Hektar Staatswald einem Gewerbegebiet zum Opfer gefallen sind. Im Landkreis Eichstätt kämpfen Bürger*innen der Gemeinde Nassenfels in einer Petition gegen die Bauleitplanung in einem Niedermoor.