Europa und Föderalismus

Internationaler Schüler- und Jugendaustausch braucht Perspektive

Florian Siekmann: Söder-Regierung muss Austauschorganisationen unterstützen, statt Millionen Euro liegenzulassen

Die Corona-Pandemie fordert den weltweiten Schüler- und Jugendaustausch in nie dagewesener Art und Weise heraus. Viele Projekte wurden gestoppt, finanzielle Mittel sind weggebrochen, etliche gemeinnützige Austauschorganisationen sehen sich in ihrer Existenz bedroht. „Der europäische und internationale Schüler- und Jugendaustausch braucht auch in der Pandemie eine Perspektive“, fordert der europapolitische Sprecher der Landtagsgrünen, Florian Siekmann. „Wir müssen diese Projekte jetzt mit den Mitteln fördern, die für das „Bayerische Auslandsinstitut“ zurückgestellt wurden.“

Rund 5,7 Millionen Euro hat die schwarz-orange Landesregierung im Jahr 2020 vorgesehen, um ein „Bayerischen Auslandsinstitut“, eine Stiftung zur Förderung des Jugendaustauschs, zu gründen. Doch bisher wurde dieses Geld nicht abgerufen, nicht einmal die Stiftung gegründet, das geht aus einer Anfrage von Florian Siekmann hervor. „Die Söder-Regierung kommt mit ihrem Projekt nicht voran und lässt die Millionen liegen, anstatt mit den bereitgestellten Mitteln die von der Corona-Pandemie hart getroffenen gemeinnützigen Jugendaustauschorganisationen zu unterstützen“, kritisiert Florian Siekmann. „Hier rächt sich bereits die von uns schon von Anfang an kritisierte Doppelstruktur der Stiftung zum Bayerischen Jugendring.“

Die Landtags-Grünen fordern in einem Antrag, das Geld nun gezielt einzusetzen. „Wir müssen jetzt die von der Pandemie hart getroffenen Austauschorganisationen mit genau den 5.739.500 Millionen Euro unterstützen und darüber hinaus digitale Austausch- und Anbahnungsformate fördern“, so Florian Siekmann. „Die Pandemie darf nicht dafür sorgen, dass der Jugendaustausch vollständig brachliegt. Auch ohne persönlichen Besuch können Kontakte über digitale Formate gepflegt werden. Es braucht jetzt Lösungen, um den grenzüberschreitenden Austausch lebendig zu halten.“

Audio: O-Ton Florian Siekmann zum Internationalen Jugendaustausch