Bildung und Wissenschaft

Schule der Zukunft

Für mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit

Die von uns Landtags-Grünen initiierte Anhörung im Bildungsausschuss zum Thema „Bildung 2030 – Perspektiven für die kommende Bildungsdekade“ am 25.11.2021 sollte die Frage klären, wie eine gute, moderne Schule aussieht. Bildungsexpert*innen aus unterschiedlichsten Disziplinen der Wissenschaft und aus der Praxis waren sich bei der Anhörung einig: wir müssen davon abkommen, den Kindern ständig und überall die Welt zu erklären. Stattdessen sollen sie Chance bekommen, sich die Welt aus eigenem Antrieb heraus selbst zu erschließen.

Für diesen Paradigmenwechsel, der den individuellen, ganzheitlichen Lernprozess der Schüler*innen in den Mittelpunkt stellt, brauchen auch Schulen mehr Eigenverantwortung, die entsprechenden Rahmenbedingungen und natürlich auch die entsprechende Ausstattung. Es gilt, unsere Kinder und Jugendlichen im Lern- und Lebensort Schule in den Mittelpunkt zu stellen und sie in ihrem ganzheitlichen Lernprozess bestmöglich zu begleiten und zu unterstützen. Statt auf die Defizite der Schüler*innen zu schauen, müssen sie in ihren Fähigkeiten gefördert werden, damit sie ihr volles Potential entfalten können. Nur wenn Lernen selbstgesteuert und aus eigenem Antrieb stattfindet, ist es auch nachhaltig. Dafür muss es mehr Beteiligung an den Schulen geben und wir müssen die Digitalisierung als Chance und nicht als Gefahr hierfür sehen.

Dass es diesen von uns Grünen schon seit Langem geforderten grundsätzlichen Ansatz einer Bildungslandschaft braucht, waren sich die anwesenden Expert*innen einig.  Den Wechsel hin zum selbstständigen, individuellen und nachhaltigen Lernen sehen wir als einen wichtigen Schlüssel zu mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit für unsere Kinder.