Barrierefreiheit an Hochschulen: Umbau geht nur langsam voran

<p><strong>Verena Osgyan fordert zum Semesterbeginn: Zugang für Menschen mit Handicap erleichtern. </strong>Menschen mit Handicap ist der Zugang zu Hochschulen in Bayern erschwert – und das im absoluten Wortsinn. Nach Auskunft des CSU-Wissenschaftsministeriums <a href="/fileadmin/bayern/user_upload/ContentFiles/barrierefrei011015.zip">auf eine Anfrage der Landtags-Grünen</a> weisen derzeit 685 von 876 Gebäuden (= 78 %) "Defizite in den Bereichen äußere Zugänglichkeit und/oder Sanitärräume auf". Laut Oberster Baubehörde wäre eine Investitionssumme von 22 Millionen Euro erforderlich, um Abhilfe zu schaffen.

01. Oktober 2015

Im aktuellen Doppelhaushalt sind jedoch lediglich 6,8 Millionen Euro veranschlagt. "Bayern muss bei der Ertüchtigung seiner Hochschulgebäude für einen durchgehend barrierefreien Zugang eine Zahn zulegen", fordert Verena Osgyan, hochschulpolitische Sprecherin ihrer Fraktion.

Nachdem Ministerpräsident Seehofer sein ehrgeiziges Programm "Bayern barrierefrei 2023" schon gestutzt und auf den landespolitische Einflussbereich beschränkt habe, müsse er wenigstens hier mutig voranschreiten. Verena Osgyan: "Unsere Anfrage zeigt, dass aktuell nur ein verschwindend geringer Anteil universitärer Gebäude barrierefrei ertüchtigt wird. Das Gros der Zugangserschwernisse für Menschen mit Handicap bleibt vorerst bestehen. Damit dürfen wir uns nicht zufrieden geben."

hla