Bildung und Wissenschaft

Unterricht in Zeiten von Pandemie und Lehrkräftemangel verbessern

Das Kultusministerium muss endlich einen Plan vorlegen

Kommendes Schuljahr wird vieles anders sein. Es wird ein Nebeneinander von Präsenzunterricht und Homeschooling geben müssen. Schon allein für Kinder, die zu einer Risikogruppe gehören und deshalb nicht zur Schule kommen können. Wir werden davon ausgehen müssen, dass bei einem lokalen oder regionalen Pandemiegeschehen, Klassen in Quarantäne geschickt werden oder gar Schulen zeitweise wieder schließen müssen. Darauf müssen die Schulen vorbereitet sein müssen und in einen guten und geregelten Homeschooling Modus umschalten können. Darüber hinaus haben wir eine Unterrichtskrise. An Grund- und Mittelschulen fehlen 1.400 Lehrkräfte, so die Aussagen des Kultusministeriums vom Januar 2020. Verschiedene Maßnahmen wurden beschlossen, die wir für falsch halten und die Lehrkräftelücke nicht schließen können.

Wir fordern die Staatsregierung auf, die Unterrichtsversorgung unter Pandemiebedingungen krisenfest zu machen:

  • Bereitstellung von Schulbudgets, damit Schulleitungen bei entsprechendem Bedarf externe Expertinnen und Experten, Fachkräfte und auch externe Systembetreuerinnen und -betreuer einstellen können
  • Möglichkeit freiwilliger Mehrarbeit der Lehrkräfte aller Schularten bei Entgeltausgleich
  • Einführung des Programms „Zweitqualifizierung plus“, um den schulartübergreifende Einsatz von Lehrkräften verstärkt zu ermöglichen
  • Schaffung eines qualifizierten Seiteneinstiegs in den Schuldienst für pädagogische Fachkräfte, Erzieherinnen und Erzieher und akademische Kräfte aus dem MINT-Bereich
  • Antrag