Hochschule und Forschung

Hochschulstandort „Auf AEG“ in Nürnberg: Dilettantisches Vorgehen der CSU hat Scheitern provoziert

Verena Osgyan fordert Sachstandsbericht im Wissenschaftsausschuss
München (30.12.2016/lmo). „Das Scheitern eines Hochschulstandorts auf dem AEG-Gelände in Nürnberg geht ganz klar auf Finanzminister Söders Kappe“, so die hochschulpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Verena Osgyan.

„Sein dilettantisches Vorgehen, erst die Kaufabsicht groß gemeinsam mit Herrmann und Spaenle zu verkünden, ohne ein schlüssiges Gesamtkonzept, ohne einen Finanzierungsplan und vor allem, ohne vorher mit dem Eigentümer des Geländes gesprochen zu haben, hat diese große Chance für Studierende und Wissenschaft zunichte gemacht.“

Die Pläne, einen neuen Wissenschaftsstandort im Nürnberger Westen für die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und die TH Nürnberg mit Platz für bis zu 5000 Studierende zu gründen, wären ein essentieller Baustein für die Zukunft der ganzen Metropolregion gewesen. Trotz bestehender Konzepte und Vorarbeit der Hochschulen seien aber keinerlei Fortschritte vermeldet worden.

Nach der großspurigen Ankündigung vor drei Jahren wurde der zuständige Wissenschaftsausschuss von der CSU-Regierung zuletzt auf den Sommer 2016 vertröstet und auch eine grüne Anfrage vom Dezember 2016 wurde mit einer nichtssagenden Antwort bedacht. „Scheibchenweise Ankündigungen, unkonkrete Informationen – jetzt ist diese Södersche Luftblase geplatzt und wir können wieder von vorne anfangen“, erklärt Verena Osgyan und fordert einen Bericht im Wissenschaftsausschuss des Bayerischen Landtags. „Wie ist der Stand? Gibt es einen Plan B?“

Die grüne Anfrage finden Sie hier als PDF.