Hochschule und Forschung

Hochschulstandort Nürnberg-Erlangen: CSU verweigert sich einem Zukunftskonzept

Auf unsere Initiative berichteten Wissenschaftsminister Spaenle und die zuständigen Hochschulpräsidenten im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst über die Zukunft des Hochschulstandorts Nürnberg-Erlangen-Fürth. Während die Präsidenten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (TH), Prof. Grüske und Prof. Braun, ein schlüssiges Konzept für die Entwicklung des Hochschulstandorts „Auf AEG“ vorlegten, blieb das Ministerium noch immer viele Antworten schuldig.

Vor allem die finanzielle und personelle Ausstattung bleibt weiterhin ungeklärt. „Statt wie angekündigt neue Lehrstühle zu schaffen, werden offenbar nur einige Professuren verlagert“, kritisierte die hochschulpolitische Sprecherin Verena Osygan.

Nachdem der Bericht aus dem Wissenschaftsministerium noch sehr vage gehalten war, zeigten Grüske und Braun, wohin die Reise auf dem ehemaligen Nürnberger AEG-Gelände aus ihrer Sicht gehen soll. Neben einer Konsolidierung des bereits bestehenden Energiecampus stehe demnach vor allem eine Schwerpunktbildung im Bereich Medien, IT und Kreativwirtschaft in Aussicht. Von dieser Idee zeigte sich auch Verena Osgyan überzeugt. Sie kritisierte jedoch das weiterhin fehlende Konzept der Staatsregierung: „Obwohl bereits im Dezember vollmundige Ankündigungen gemacht wurden, warten wir noch immer auf klare Aussagen zur Finanzierung und Ausstattung des neuen Standorts.“

Zudem liege noch immer kein Gesamtkonzept vor, „wie der Hochschulstandort Nürnberg-Erlangen-Fürth weiterentwickelt werden soll“. Statt alle Fragen – von der Zukunft der Erziehungswissenschaften bis hin zum AEG-Standort – einzeln zu diskutieren, forderte sie vom Wissenschaftsministerium in einem Antrag die Vorlage eines umfassenden und nachhaltigen Zukunftskonzepts für den Wissenschaftsstandort in der Metropolregion. „Die Flickschusterei muss endlich aufhören“, so Osgyan. Dass die CSU an einem solchen Konzept kein Interesse hat, demonstrierte sie durch ihr Abstimmungsverhalten im Ausschuss. Der grüne Antrag wurde von der CSU-Mehrheit gegen die geschlossenen Stimmen der Opposition abgelehnt.