Hochschule und Forschung

Hochschulstandort Erlangen-Nürnberg braucht schlüssiges Gesamtkonzept!

Chaostage im Spaenle-Ministerium! Unsere hochschulpolitische Sprecherin Verena Osgyan fordert von der Staatsregierung die Vorlage eines schlüssigen Gesamtkonzepts für die Zukunft des Hochschulstandorts Erlangen-Nürnberg. Sie spricht im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Verlautbarungen der letzten Wochen von einem "Kommunikations- und Informationschaos, wie wir es aus dem Spaenle-Ministerium auch schon von den Lehrerstellen her kennen"


Auf einer Pressekonferenz Anfang Dezember hatten die Minister Spaenle, Söder und Herrmann verkündet, dass zehn Lehrstühle auf dem ehemaligen AEG-Gelände angesiedelt werden sollten. Jetzt muss das Wissenschaftsministerium eingestehen, dass noch kein tragfähiges Konzept für den Flächenankauf existiert. Ähnlich unübersichtlich sei die Lage bei dem von der Uni Erlangen geforderten Umzug der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät (EWF). Die CSU signalisiert Unterstützung, Spaenle ist dagegen, Söder fordert das genaue Gegenteil und möchte die EWF stattdessen ganz nach Nürnberg verlagern. Unklarheit herrsche auch über den Umgang mit den Sanierungskosten für EWF und WiSo in Nürnberg und den Umzug der Philosophischen Fakultät in den "Himbeerpalast" in der Erlanger Innenstadt.

In der Sitzung des Wissenschaftsausschusses am Mittwoch forderte Verena Osgyan angesichts dieses Flickenteppichs endlich einen Gesamtbericht zum Weiterentwicklungskonzept des Wissenschaftsstandorts Erlangen-Nürnberg vorzulegen. "Zehn neue Lehrstühle, Sanierungsbedarf in zweistelliger Millionenhöhe an den bestehenden Gebäuden und die Diskussion über einen Umzug von 5.500 Studierenden sind keine Petitesse. Eine Stadt im Strukturwandel wie Nürnberg, die schon heute unter den Bayerischen Großstädten den niedrigsten Anteil an Studierenden aufweist, braucht Planungssicherheit statt permanenter Verunsicherung."

Der Bericht ist für Ende März angekündigt.

hla