Erneuerbare Energien

Der Windatlas: eine gute Sache!

Im Kabinett und in der Bevölkerung wächst der Widerstand gegen Seehofers Anti-Windkraft-Kurs. Der ab sofort verfügbare 3D-Windatlas für Bayern gibt den Planern auf regionaler Ebene endlich das richtige Werkzeug an die Hand, um sinnvolle Standorte für Windkraftanlagen  zu identifizieren. Martin Stümpfig, energiepolitischer Sprecher, attestiert der öffentlich zugänglichen Software zur Analyse der Windhöffigkeit potenzieller Windräder leichte Handhabbarkeit und hohen Nutzwert.

Planer sollten hiervon regen Gebrauch machen – "etwas Besseres gibt es nicht auf dem Markt", so Martin Stümpfig.

Ärgerlich, dass Ministerpräsident Seehofer seit rund einem Jahr mit seinen öffentlichen Ankündigungen zur Einführung von Mindestabständen zur Wohnbebauung („10H-Regelung“) und dem Gerede von einer „Verspargelung der Landschaft“ die Windkraft bei einem Teil der Bürgerinnen und Bürger in Misskredit gebracht hat. „Ich empfehle allen Kommunalpolitiker und Genehmigungsbehörden, sich von Seehofers rechtlich fragwürdigen 10H-Abstandsregelung nicht einschüchtern zu lassen“, appelliert Martin Stümpfig.

Im Kabinett regt sich schon erheblicher Widerstand gegen Seehofers Anti-Windkraft-Politik. In der  heutigen Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums zum Windatlas findet sich erstmals kein Hinweis mehr auf die umstrittene 10H-Regelung. „Seehofers Machtbasis bröckelt“, stellt Martin Stümpfig fest, „ und das nicht nur im Kabinett, sondern auch in der Bevölkerung, die  mehrheitlich hinter der Energiewende und damit auch hinter der Windkraft im Freistaat steht.“