Bildung und Kultur

Der Arbeitskreis  "Bildung und Kultur" vereinigt die Themen Bildung, Kultur und Film, Religionen, Wissenschaft und Forschung.

Aus dem Arbeitskreis

Gravierende Mängel bei Betreuung jugendlicher Flüchtlinge

Christine Kamm: Großer Handlungsbedarf bei Unterbringung in Jugendhilfeeinrichtungen und in der Schulbildung. "Der Freistaat hat großen Nachholbedarf bei der Betreuung jugendlicher Flüchtlinge", schlussfolgert unsere asylpolitische Sprecherin aus der Antwort des Sozialministeriums auf ihre schriftliche Anfrage. Bayern ist das letzte Bundesland, das den Systemwechsel vollziehe und unbegleitete Jugendliche in Jugendhilfeeinrichtung unterbringe: "Zur Zeit sind immer noch etwa 100 von ihnen ohne angemessene Betreuung in Gemeinschaftsunterkünften einquartiert."

Ethikunterricht mit Religionsunterricht gleichstellen

„Der Ethikunterricht muss von der ersten Klasse an als gleichwertige Alternative zum Religionsunterricht in den Schulen angeboten werden“, erklärt die religionspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Ulrike Gote. Bisher gelte Religionsunterricht in Bayern noch immer als die Regel, Ethikunterricht lediglich als Ersatzfach. „Um der Gleichrangigkeit der Weltanschauungen Rechnung zu tragen, muss der Ethikunterricht im Rahmen eines Wahlpflichtfaches angeboten werden.“ Dazu müsse das Erziehungs- und Unterrichtsgesetz geändert werden.
 

Grüne fordern Mittelaufstockung für Provenienzforschung

„Die bisherigen Bemühungen des Kultusministers sind blamabel“, so der kulturpolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Dr. Sepp Dürr, zum Engagement des Freistaats Bayern in der Provenienzrecherche. In 14 Jahren, seit der Washingtoner Erklärung von 1998, seien lediglich zwölf Kunstwerke von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen restituiert worden, davon nur sechs als Folge eigener Recherchen. „Ernsthafte Anstrengungen, der historischen Schuld endlich gerecht zu werden, sind nicht erkennbar“, so Sepp Dürr.

Fall Gurlitt: Das Debakel geht weiter

Justizminister Bausback berichtete im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst von der Vereinbarung zwischen Freistaat, Bund und Cornelius Gurlitt. Sie sieht vor, dass der Kunstsammler alle unter Raubkunstverdacht stehenden Bilder freiwillig auf ihre Herkunft untersuchen lässt, im Gegenzug bekommt er die zweifelsfreien Werke zeitnah zurück.