Ein interessiertes Fachpublikum aus Polizisten, Drogenberatern, kommunalen Beamten, Kommunalpolitikern, Automatenauf und -herstellern kam zum Fachgespräch über die Problematik der zunehmenden Spielhallenflut, zu dem Christine Kamm, Sprecherin für kommunale Angelegenheiten eingeladen hatte. Grund der Veranstaltung war die aktuelle Neufassung des Glücksspielstaatsvertrags, der die Länder dazu auffordert, einen neuen Rechtsrahmen für Spielhallen zu erlassen. Christine Kamm hatte dazu im Herbst den Entwurf eines Spielhallengesetzes in den Landtag eingebracht, das sich derzeit ebenso wie ein Gesetzesentwurf der SPD-Fraktion in der abschließenden Beratung befindet. Ein von der Staatsregierung schon mehrfach angekündigter Gesetzesentwurf zu dieser Problematik liegt dagegen immer noch nicht vor. Die Mehrzahl der Teilnehmer am Fachgespräch war sich einig, dass ein bayerisches Spielhallengesetz jetzt dringend nötig sei. Das Wachstum von Spielotheken müsse endlich begrenzt werden. Ein weiteres Jahr zu warten, wie es die Staatsregierung vorhat, sei gegenüber Spielsüchtigen, Kommunen und Bewohnern der betroffenen Ortsteile unverantwortlich.
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