Verkehr

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Grüne Verkehrspolitik setzt einen Schwerpunkt auf den Öffentlichen Personennahverkehr. Deshalb fordern wir einen Ausbau der Bahn mit vernünftigen Netzverknüpfungen, eine Alternative zum 2. S-Bahn-Tunnel in München und mehr Mittel für den Bus- und Radverkehr. Der Individualverkehr mit dem Auto - am Land oft das einzig sinnvolle Verkehrsmittel - muss endlich mit sinnvollen Maßnahmen begleitet werden. Dazu gehören Konzepte für Carsharing, E-Mobilität und neue Technologien, aber auch die Einsicht, dass die Instandhaltung des bestehenden Straßennetzes vorrang vor Neubaumaßnahmen haben muss.

Vom Steuerzahler subventioniert treibt die Billigfliegerei ihr Unwesen und fordert den Ausbau der Flughäfen. Wir Grünen im Bayerischen Landtag wenden uns gegen den Ausbau der 3. Startbahn und der Regionalflughäfen. Ein weiteres Wachstum des Flugverkehrs ist klimapolitisch schädlich und ein Ausbau der Flughäfen finanzpolitisch kurzsichtig. Dies zeigt nicht zuletzt das Beispiel des kaum genutzten Flughafen Hof, an dem jeder Passagier im Jahr 2011 mit rund 200 Euro Steuergeldern subventioniert wird.

Wasserstraßen und Häfen sind wichtige Verkehrswege, auch wenn die Binnenschifffahrt und ihre Potentiale weitgehend überschätzt werden. Ein Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen kommt für die Grünen deshalb nur mit flussbaulichen Maßnahmen in Frage. Staustufen würden unwiderbringlich eine UNESCO-Welterbe würdige Natur- und Kulturlandschaft zerstören.

Bayern braucht ein Luftverkehrskonzept

Während am Flughafen München gegen den Widerstand der Anwohner eine weitere Startbahn durchgedrückt werden soll, kämpft der zweite bayerische Verkehrsflughafen Nürnberg mit Einbrüchen bei den Passagierzahlen und muss vom Freistaat mit millionenschweren Finanzspritzen gestützt werden. Faktisch gescheitert ist darüber hinaus die Illusion, durch massive Subventionen für die Regionallinie Hof – Frankfurt Strukturpolitik durch Luftverkehr zu betreiben. Bayern braucht endlich ein schlüssiges Luftverkehrskonzept, das vorhandene Kapazitäten bessern nutzt, Fehlinvestitionen vermeidet und darüber hinaus auch dem Lärm- und Klimaschutz Rechnung trägt. 

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Flughafen Hof: Der Anfang vom Ende

Er steht für eine Politik, des Höher-Schneller-Weiter, eine Politik für Flugzeugbesitzer und eine Infrastruktur-Politik, die mehr auf Show setzt als auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger: Der Flughafen Hof-Plauen. Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Seit 1994 wurden von der Staatsregierung rund 20 Millionen Euro in den Flughafen und die Subventionierung der Flugverbindung Hof-Frankfurt - namentlich die jetzt erneut insolvente Fluglinie Cirrus Airlines Luftfahrtgesellschaft mbH - gepumpt. Was hat es gebracht? An manchen Tagen gibt es keine Hand voll Passagiere in Hof wie die Süddeutsche Zeitung, aber auch der Bayerische Rundfunk im April 2011 mit einem Beitrag in quer sehr schön dokumentierte. Die Pleite des Flughafens Hof ist nicht nur der Anfang vom Ende des Reginalflughafens, sondern auch das Scheitern der CSU-Verkehrs- und Regionalpolitik.

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Millionengrab Hof - Plauen

Die Grünen haben das Festhalten der Staatsregierung an einer staatlichen Unterstützung für den Flughafen Hof – Plauen scharf kritisiert: „Der Linienverkehr am Flughafen Hof ist seit Jahren für die öffentliche Hand ein Millionengrab“, sagte die oberfränkische Abgeordnete und Parlamentarische Geschäftsführerin Ulrike Gote. Die Staatsregierung müsse daher nach der Pleite von Cirrus Airlines endlich umsteuern: „Es geht hier nicht nur um eine insolvente Fluggesellschaft, sondern es geht um ein gescheitertes Verkehrskonzept und eine gescheiterte Regionalförderung.“

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Flughafen Hof: Schluss mit der Subventionierung!

Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern die Bayerische Staatsregierung auf, bei ihrer morgigen Kabinettssitzung das sofortige Ende der Subventionierung der Fluglinie Hof-Frankfurt zu beschließen. „Die befristete Einstellung des Linienbetriebs der Fluggesellschaft Cirrus bestätigt unsere jahrelange Kritik an der fehlenden Wirtschaftlichkeit des von Anfang an fragwürdigen Verkehrsprojektes“, erklärt die oberfränkische Abgeordnete Ulrike Gote.

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Volksentscheid: Grüne schütteln den Kopf über Seehofers neue Kapriolen

Zur Äußerung von Ministerpräsident Seehofer, auf den Startbahn-Volksentscheid zu verzichten, erklärt die Fraktionsvorsitzende Margarete Bause: „Seehofer erweist sich von Tag zu Tag mehr als Windbeutel der bayerischen Politik. Er bläst groß die Backen auf, aber es steckt nichts dahinter. Die Grünen haben den Weg aufgezeigt, wie Volksentscheide über große Bauprojekte funktionieren können – nämlich nur mit einer Verfassungsänderung.

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Brennerbasistunnel: Wo bleibt die BürgerInnenbeteiligung?

Nach der geplatzten Unterzeichnung einer Vereinbarung für die Zulaufstrecken zum Brenner Basistunnel (BBT) zwischen Deutschland und Österreich mahnen die Grünen im Bayerischen Landtag Bundesverkehrsminister Ramsauer an, sein Versprechen einer BürgerInnenbeteiligung zu verwirklichen. „Minister Ramsauer soll die Zeit der österreichischen Haushaltsplanung nutzten, um die von den geplanten Zulaufstrecken betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie Gemeinden tatsächlich zu beteiligen und zu informieren“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher Thomas Mütze.

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Brenner Basistunnel: Geplatzte Vertragsunterzeichnung

Zur Verschiebung der geplanten Unterzeichnung einer Vereinbarung für die Zulaufstrecken zum Brenner Basistunnel (BBT) zwischen Deutschland und Österreich erklärt der verkehrspolitische Sprecher Thomas Mütze: „Die Absage der Vertragsunterzeichnung zur BBT-Zulaufstrecke von österreichischer Seite her mit dem Hinweis auf Budget-Einsparungen muss auch auf deutscher Seite zu einem kritischen Hinterfragen des Tunnelprojektes und der damit verbundenen Zulaufstrecken in Bayern führen.

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Keine 3. Startbahn – Online-Petition seit heute möglich

Die Grünen im Bayerischen Landtag weisen darauf hin, dass es seit heute die Möglichkeit einer Online-Petition gegen die 3. Startbahn gibt. „Damit haben auch alle Bürgerinnen und Bürger Bayerns, die keinen Unterschriftenstand vor Ort haben, die Möglichkeit, sich am Protest gegen die 3. Startbahn zu beteiligen“, erklärt der Freisinger Abgeordnete Christian Magerl. Die Massenpetition „Gegendruck“ ist zu finden unter http://christian-magerl.de/massenpetition/.

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Weitere Kostensteigerung bei A 94 durch das Isental?

Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern Aufklärung über eine mögliche Kostensteigerung beim Weiterbau der umstrittenen Autobahn A 94 durch das Isental. „Wir wollen von Minister Herrmann wissen, ob und in welchem Maße sich die Kosten für den A 94-Bau steigern werden, nachdem bei Probebohrungen offenbar ein sumpfiger Untergrund gefunden wurde“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher Thomas Mütze. Geklärt werden müsse auch, warum die Bodenbeschaffenheit nicht schon vor dem Planfeststellungsbeschluss ausreichend geprüft worden sei. Die Landtagsgrünen werden eine entsprechende Anfrage vorbereiten.

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Mehr Demokratie und weniger Startbahn - Notizen aus dem Presse-Jour-Fixe der Fraktionsvorsitzenden

Kaum ist der Volksentscheid zu Stuttgart 21 im Sinne der Union ausgegangen, liebäugelt auch der bayerische Ministerpräsident damit, strittige Projekte wie die dritte Start- und Landebahn per Volksentscheid zu klären. Margarete Bause und Martin Runge nahmen vor der Landtagpresse Seehofers zweifelhafte Liebe zur direkten Demokratie aufs Korn und forderten ihn auf, die Bürgerinnen und Bürger tatsächlich mitbestimmen zu lassen.

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Ihr Kontakt

Thomas Mütze
Sprecher für Verkehrspolitik und Demographie
Tel: 089/4126-2451
Fax: 089/4126-1494
Email.: thomas [dot] muetze [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Thomas Mütze)

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