19. Mai 2017

Verbraucherschutz oberstes Gebot: kein Tierfett in Futtermitteln

München (19.5.2017/lmo). „Die Sicherheit unserer Lebensmittel muss oberstes Gebot sein“, fordert die verbraucher- und tierschutzpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Rosi Steinberger, zum Gesetzesentwurf zur Änderung futtermittelrechtlicher und tierschutzrechtlicher Vorschriften der Bundesregierung. „Ab sofort dürfen tierische Fette wieder an Wiederkäuer verfüttert werden – als hätte es die BSE-Krise nie gegeben.“

Tiermehl ist der eiweißreiche Anteil aus der Tierkörperverwertung und gilt als Hauptübertragungsweg für BSE. Tiermehl und Tierfett werden in der Tierkörperverwertung getrennt. „Tierfett kann hier also mit BSE-belastetem Tiermehl in Kontakt kommen.“ Weil Milch für die Kälberaufzucht angeblich zu teuer ist, wird bisher Milchersatz verwendet. „Statt Palmfett darf man jetzt wieder Tierfett dazu mischen, das ist noch billiger“, so Rosi Steinberger. „Da aber nicht sichergestellt werden kann, dass Tiermehl klar von Tierfett getrennt ist, ist das ein Einfallstor für BSE. Der Verbraucherschutz wird hier für billigen Profit geopfert.“

Zudem sei dies auch unter ethischen Aspekten und im Sinne einer artgerechten Fütterung höchst fragwürdig. Rosi Steinberger: „Pflanzenfresser werden zu Kannibalen gemacht, wenn Kälber bei der Aufzucht statt Kuhmilch die Fette geschlachteter Rinder zugeführt bekommen.“

Rosi Steinberger
Sprecherin für Verbraucherschutz, Tierschutz und Denkmalschutz Untersuchungsauschuss BayernEi
Tel: 089/4126-2753
Fax: 089/4126-1753
Email.: rosi [dot] steinberger [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Rosi Steinberger)