Ernährung

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Ein Teller Erbsen - by complize @ photocase

Ungeziefer im Müller-Brot, Dioxin in Eiern, H5N1 im Geflügel, BSE im Rindfleisch... Was können wir eigentlich noch essen? Eine moderne Gesellschaft, die für Lebensmittel keinen Cent zuviel ausgibt und in der man sich um die Finanzierung von Schulobst monatelang streitet, setzt die falschen Akzente. Das Geiz-ist-geil-Dumping hat böse Folgen: Analogkäse, Schinkenimitate, gepresster Fisch als Garnele – die Liste der industriellen Irrwege ist lang. Agrarfabriken und künstliches Essen aus dem Labor setzen unsere Esskultur zusätzlich unter Druck Doch die Berichte über Ekelprodukte haben mittlerweile viele VerbraucherInnen wachgerüttelt: Immer mehr wollen genussvoll und natürlich essen.

Gesunde Ernährung ist auch eine wichtige politische Aufgabe, sie muss aber noch stärker ins Bewusstsein gerückt werden. Eine Ernährungswende setzen nur wir Grüne auf die Tagesordnung. Von der ökologischen Agrarproduktion bis zu innovativen Ernährungsaufklärung stehen wir für konsequenten Verbraucherschutz und gesundes Essen von Anfang an.


Zentrale ernährungspolitische Forderungen der Grünen sind:

  • Schaffung eines Regionalsiegels mit einheitlichen Kriterien zur Kennzeichnung von Regionalprodukten 
  • die gezieltere Förderung von regionalen Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen
  • die Stärkung der Vorbildfunktion des Freistaats Bayern durch Orientierung auf Regionalprodukte bei der öffentlichen Beschaffung, bei der Auftragsvergabe und bei der Versorgung von Kitas, Schulen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung.
  • die Aufnahme des Faches Gesundheits- und Ernährungserziehung in den  Lehrplan aller Bayerischen Schulen. 
  • eine verbindliche Beratung der Schulen zur Umsetzung eines gesunden Essensangebots in Schulkiosk und Mensa
  • die kostengünstige und ernährungsphysiologisch wertvolle Verpflegung von Kindern und Jugendlichen an Schulen
  • die Förderung des fairen Einkaufs durch verstärkte Aufklärung der  VerbraucherInnen in Bayern über ausbeuterische Kinderarbeit und die Vorteile des Siegels „Fairtrade“
  • die Nutzung von mindestens 20% der landwirtschaftlichen Fläche in Bayern für den Ökolandbau 
  • Änderung des Tierschutzgesetztes hinsichtlich eines Verbots von extremen Haltungsbedingungen und Behandlungen von Mast- und Zuchttieren
  • Verbot der quälerischen Käfig- und Kleingruppenhaltung von Legehennen und Kennzeichnung der in Produkten verwendeten Eier hinsichtlich der Haltungsart der Hennen
  • eine Überarbeitung des Pflanzenschutzgesetzes u.a. durch Integration von einem an umwelt- und wasserschutzorientiertem „nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von  Pflanzenschutzmitteln“
  • Beibehaltung der Nulltoleranz von Gentechnik für Futtermittel und Saatgut

Fipronil: Eier konsequenter auf mögliche Belastungen untersuchen

Fast täglich erreichen uns im Zusammenhang mit dem Fipronil-Skandal neue Hiobsbotschaften. Laut Medienberichten hat sich die Zahl der mit dem giftigen Insektizid belasteten Eier fast verdoppelt; die von der Bundesregierung zuletzt genannte Zahl von 10 Millionen betroffenen Eiern scheint bei weitem überschritten. Die CSU-Staatsregierung jedoch tut zu wenig, um die Bürgerinnen und Bürger in Bayern zu schützen, findet die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Rosi Steinberger.

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„Kein Bisphenol A in unseren Lebensmitteln“

„Hormonell wirkende Substanzen haben in unseren Lebensmitteln nichts verloren“, kommentiert die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Rosi Steinberger, den Nachweis des Hormongifts Bisphenol A (BPA) in Lebensmittelkonserven durch den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). BPA ist Ausgangsstoff für die Kunststoffe, mit denen häufig das Innere von Konservendosen ausgekleidet wird.

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Fipronil-Eier in Bayern: Alle Hebel in Bewegung setzen

Zum Fall der mit dem Insektizid Fipronil verseuchten Eier erklärt die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Rosi Steinberger:

„Abwiegeln und beschwichtigen, das ist alles, was man von Bayerns angeblich obersten Verbraucherschützer hört. Herr Zapf behauptet, es wäre alles nicht so schlimm, während die Verbraucherinnen und Verbraucher vor Angst lieber gar keine Eier mehr kaufen. Aber ein Nervengift in einem Lebensmittel ist schlimm und zu sagen, man könne nicht alle Eier kontrollieren, ist eine Kapitulation.

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Fipronil-Eier in Bayern: Wo sind sie? Wer hat sie verarbeitet?

Zum Fall der mit dem Insektizid Fipronil verseuchten Eier erklärt die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Rosi Steinberger:

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Grüne Initiative für Weidemilch

In fast allen Werbeprospekten zu Bayern findet man Milchkühe auf einer saftigen Wiese vor einer schönen Alpenkulisse. Leider ist die Realität eine ganz andere. Bei der letzten Landwirtschaftszählung kam heraus, dass in Bayern nur 16 Prozent der Milchkühe auf die Weide kommen. Bayern ist damit Schlusslicht unter den westlichen Bundesländern. Deshalb wollen wir Grüne mit einer Initiative für eine bayerische Weidemilch die Kühe wieder vom Stall auf die Wiese bringen.

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Lebensmittelkontrollen in Bayern unbefriedigend

Nachdem in den letzten Jahren ein Lebensmittelskandal den nächsten jagte und auch in der jüngsten Zeit immer wieder besorgniserregende Schlagzeilen zu lesen waren, war man sehr gespannt auf den Jahresbericht des Bayerisches Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Das LGL ist die zentrale Fachbehörde des Freistaats Bayern für Lebensmittelsicherheit und dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) nachgeordnet. Und gibt jedes Jahr einen Jahresbericht zu seinen Tätigkeiten heraus.

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Verbraucher informieren, Lebensmittelüberwachung reformieren

"Wenn es Schaben, Mäuse oder Schimmel in Lebensmittelbetrieben gibt, muss die Aufsichtsbehörde dort so lange auf der Matte stehen, bis diese ekelhaften und gesundheitsgefährdenden Hygienemängel beseitigt sind", fordert unsere verbraucherschutzpolitische Sprecherin, Rosi Steinberger, angesichts der Berichte über gravierende Hygienemängel in bayerischen Großbäckereien zwischen 2013 und 2016.

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Es gibt ein Leben vor dem Schnitzel: Rosi Steinberger fordert Tierschutzplan für Bayern

Die tierschutzpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Rosi Steinberger, kritisiert zum wiederholten Mal die teilweise grausamen Zustände an bayerischen Schlachthöfen:

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Bayerns Wasser sauber halten – Nitrateintrag reduzieren!

Angesichts der Klage der Europäischen Kommission vor dem europäischen Gerichtshof gegen Deutschland wegen Nicht-Einhaltung der EU-Nitratrichtlinie fordern wir mit einen Dringlichkeitsantrag im morgigen (Do, 10.11.) Plenum: „Bayerns Wasser sauber halten – Nitrateintrag reduzieren“.

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Bayern-Ei: Alles wieder von vorne?

München (10.8.2016/lmo). Die Meldung „Bayern-Ei stallt in Ettling wieder Legehennen ein“, kommentiert die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Rosi Steinberger:

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Lebensmittel-Skandale - eine Übersicht

  • 2014/15: Salmonellen-Skandal bei "Bayern-Ei" mit Hunderten Erkrankten und zwei Todesfällen
  • 2012: Ungeziefer im Müller-Brot (relevante Artikel)
  • 2011: Gefälschte Bio-Etiketten bei Raps und Soja gelangen aus Italien in den deutschen Handel
  • 2011: Antibiotika-Skandal in der Geflügelmast; besonders Hähnchenfleisch ist betroffen
  • 2011: EHEC-Darmkeim auf Gemüse und Bockshornklee-Sprossen
  • 2010/2011: Dioxin-Eier: Der letzte große Lebensmittelskandal fand im Dezember 2010/Januar 2011 den Weg an die Öffentlichkeit. In einer Chronik haben wir die scheibchenweisen Enthüllungen und den Sachstand dokumentiert
  • 2008: Vergammelter Mozarella, Gorgonzola und Scheibenkäse mit Würmern, Mäusekot und Eisenstücken (insgesamt 11 000 Tonnen) gelangen aus Italien nach Deutschland
  • 2006: Gammel-Wildfleisch der Firma Berger aus Niederbayern und tonnenweise weiteres Gammelfleisch (z.T. seit 4 Jahren abgelaufen) aus Deggendorf und München, das für Dönerbuden bestimmt war
  • 2005: Ekelfleisch-Skandal um mehrere hundert Tonnen Gammelfleisch in Bayern und anderen Bundesländern
  • 2005: Umetikettierung von abgelaufenem Hackfleisch in Real-Märkten
  • 2004: Krebserregende Farbstoffe in Gewürzen aus Osteuropa, der Türkei und Indien
  • 2003: Acrylamid in Pommes, Lebkuchen, Kaffee-Ersatz, Kartoffelpulver,...
  • 2002: Hormonbelastetes Schweinefleisch aus den Niederlanden gelangt in den Handel
  • 2002: Verbotenes Unkrautvernichtungsmittel Nitrofen in Öko-Getreide
  • 2002: Antibiotika (Nitrofuran) in "Salto"-Hähnchennuggets sowie in Geflügel aus Brasilien und Thailand
  • 2001: Schweinemast-Skandal: Tierärzte verkauften jahrelang illegal Tonnen von Hormonen, Antibiotika und Impfstoffen an Schweinzuchtbetriebe
  • 2001: Räucher- und Wildlachs sind vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums schon verdorben, entdeckt die Stiftung Warentest
  • 2001: Antibiotika (Chloramphenicol) in asiatischen Shrimps
  • 2001: Wasser wird in Schinken und Schnitzelfleisch gespritzt, damit es voller aussieht und schwerer ist
  • 2000: BSE-Skandal in Deutschland; Infektiöses Rindfleisch und Milch stehen unter Verdacht, die Creutzfeld-Jakob-Krankheit zu verursachen
  • 1996: Nikotin in Eiern
  • 1997: Fadenwürmer in Hochseefischen
  • 1996: Metro ettiketiert abgelaufenes Fleisch um, damit es wieder verkauft werden kann
  • 1994: Lindan (Pestizid) in Babyreis
  • 1993: Durch Hygiene-Mängel verdorbenes Fleisch in Supermärkten
  • 1989: Listeriose-Bakterien in Leberpastete und Weichkäse
  • 1988: Hormone im Kalbsfleisch
  • 1987: Fadenwurm-Larven (Nematoden) in Seefischen
  • 1985: Glykol in österreichischen und italienischen Weinen
  • 1980: Wachstumsteigernde Östrogene im Kalbsfleisch

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