Verbraucherschutz

Feed von Verbraucherschutz
Verbraucherschutz

Die Lebensmittel-Skandalserie in Bayern hat eklatante Lücken im Kontrollsystem für Lebens- und Futtermittel offen gelegt. Die fortgesetzten Fleischskandale werfen die Frage auf, warum die zuständigen Kontrollinstanzen bis hinauf ins Ministerium versagt haben. Sie machen vor allem eines deutlich: Die Hilflosigkeit und mangelnde Lernfähigkeit bei den Verantwortlichen im bayerischen Verbraucherschutzministerium. Wir Grünen setzen uns für eine umfassende, verantwortungsvolle Verbraucherinformation ein, die Vorrang hat vor etwaigen wirtschaftlichen Interessen.

Engagement für Reduktion des Antibiotikaeinsatzes in der Landwirtschaft an Staatsregierung gescheitert

Im Umweltausschuss diese Woche wurde der grüne Antrag auf Reduktion des Antibiotikaeinsatzes in der Landwirtschaft abgelehnt. Vor dem Hintergrund, dass Bundesverbraucherministerin Aigner die Länder Anfang Januar zur Bewertung ihres Gesetzentwurfs zur Änderung des Arzneimittelgesetzes aufgefordert hat, haben die Grünen ihre Forderungen zu dieser Debatte in den Landtag eingebracht. Leider ohne Erfolg; zwar sind sich alle einig, dass der Antibiotikaeinsatz in der Tiermast reduziert werden soll, aber beim aktiven Handeln ducken sich die Regierungsvertreter lieber weg. 

mehr

Kritik an fehlender Information der Öffentlichkeit durch die Behörden über Hygiene-Bedingungen bei der Firma Müller-Brot

Im Umweltausschuss am 16.02.2012 wurde auf Forderung des grünen Ausschussvorsitzenden Christian Magerl ein Bericht des Umweltministeriums und des Landesamt für Lebensmittelsicherheit über die aktuellen Hygienemängel bei der Firma Müller-Brot gegeben. Im Bericht wurde deutlich, dass ernsthafte Mängel bereits seit 2010 bestanden haben, die wiederholte Kontrollen durch die Spezialeinheit von Hygienekontrolleuren des Gesundheitsamtes zur Folge hatten.

mehr

Behörden hätten mehr Druck machen müssen

Nach dem Bericht des Umweltministers zu den Hygienemängeln bei der Großbäckerei Müller-Brot haben die Grünen das Informationsverhalten der Behörden scharf kritisiert. „Das Landesamt für Lebensmittelsicherheit und das Landratsamt hätten dem Unternehmen viel früher mit dem Gang an die Öffentlichkeit drohen sollen“, sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit, Christian Magerl.

mehr

Müller-Brot: Behörden hätten früher informieren müssen

Nachdem immer weitere Details über die ekelerregenden Zustände bei der Großbäckerei Müller-Brot bekannt werden, haben die Landtagsgrünen massive Kritik an der Informationspolitik der zuständigen Behörden geübt: „Angesichts der Schwere der Vorkommnisse ist es nicht nachvollziehbar, dass Landratsamt und Landesamt für Lebensmittelsicherheit nicht früher den Weg an die Öffentlichkeit gegangen sind und stattdessen die betroffenen Kundinnen und Kunden so lange im Ahnungslosen gelassen haben“, sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit, Christian Magerl.

mehr

Müller-Brot: Grüne dringen weiter auf Aufklärung

In Sachen Hygiene-Skandal bei der Großbäckerei Müller-Brot dringen die Landtagsgrünen weiter auf Aufklärung. Der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit, Christian Magerl, fordert das Ministerium für Umwelt und Gesundheit auf, sich in der nächsten Ausschusssitzung am 16. Februar zu den Vorfällen zu äußern. Es müsse genau geklärt werden, warum es so lange nicht gelungen sei, offenkundige Mängel abzustellen und wer dafür die Verantwortung trage. Christian Magerl sieht hier das Landesgesundheitsamt genauso in der Pflicht wie das zuständige Ministerium und den zuständigen Landrat.

mehr

Aufklärung über Vorgänge bei Müller-Brot

Nach dem Bekanntwerden immer weiterer Vorwürfe gegen die Großbäckerei Müller Brot haben die Landtagsgrünen dringend Aufklärung eingefordert. „Das Umweltministerium muss dem Landtag umgehend Bericht erstatten,“ sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit, Christian Magerl. „Wie erst jetzt scheibchenweise an die Öffentlichkeit dringt, haben die örtlichen Kontrollbehörden, aber auch das Landesamt bis hin zur Staatsanwaltschaft Müller-Brot seit Jahren wegen massiver Hygieneverstöße im Visier“, so Christian Magerl.

mehr

Antibiotika in der Tiermast

Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern von der Staatsregierung verschärfte Untersuchungen über den Einsatz von Antibiotika in bayerischen Tierhaltungsbetrieben. „Die Anzahl der vom BUND gefundenen Antibiotika-resistenten Keime auf Stichproben von Hähnchenfleisch in Supermärkten sind alarmierend“, erklärt die Sprecherin für Verbraucherschutz Anne Franke.

mehr

Augen auf beim Christbaum-Kauf

Die Grünen im Bayerischen Landtag raten den Verbraucherinnen und Verbrauchern zur Vorsicht beim Kauf von billigen Christbäumen aus Christbaum-Plantagen. Diese können mit Pestiziden belastet sein. „Inzwischen werden mehr als 80 Prozent der Bäume auf eigens angelegten Christbaum-Plantagen gezüchtet“, erklärt die verbraucherschutzpolitische Sprecherin Anne Franke. Dabei würden immer häufiger Pestizide gegen unerwünschten Unterbewuchs eingesetzt. Verwendet werde hauptsächlich das Totalherbizid Glyphosat, bekannt unter dem Namen „Roundup“ von Monsanto.

mehr

Das Christkind rät: Kein Gift verschenken

"Seit Jahren werden bei europaweiten Sicherheitsüberprüfungen von Spielzeug immer wieder Stoffe gefunden, die unter Verdacht stehen Krebs zu erzeugen, die Fortpflanzungsfähigkeit oder das Erbgut zu schädigen", so die verbraucherschutzpolitische Sprecherin Anne Franke.

mehr

Kein Schutz der VerbraucherInnen vor giftigen Weichmachern

Giftige Phthalate sind trotz ihrer gesundheitsgefährdenden Eigenschaften und dem Vorhandensein von weniger gefährdenden Alternativen immer noch in vielen Produkten enthalten. Im Plenum am 29.11.11 haben die Grünen einen Antrag eingebracht, in dem eine verstärkte Aufklärung der VerbraucherInnen über alternative Produkte (z.B. Produkte mit dem Siegel „Blauer Engel“ oder Fliesen statt PVC-Boden) gefordert wird. Außerdem sollen im öffentlichen Auftragswesen in Bayern ausschließlich Produkte ohne giftige Phthalate Anwendung finden.

mehr

Ihr Kontakt

Anne Franke
Verbraucherschutzpolitische Sprecherin
Tel: 089/4126-2744
Fax: 089/4126-1776
Email.: anne [dot] franke [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Anne Franke)

Lebensmittel-Skandale - eine Übersicht

  • 2012: Ungeziefer im Müller-Brot (relevante Artikel)
  • 2011: Gefälschte Bio-Etiketten bei Raps und Soja gelangen aus Italien in den deutschen Handel
  • 2011: Antibiotika-Skandal in der Geflügelmast; besonders Hähnchenfleisch ist betroffen
  • 2011: EHEC-Darmkeim auf Gemüse und Bockshornklee-Sprossen
  • 2010/2011: Dioxin-Eier: Der letzte große Lebensmittelskandal fand im Dezember 2010/Januar 2011 den Weg an die Öffentlichkeit. In einer Chronik haben wir die scheibchenweisen Enthüllungen und den Sachstand dokumentiert
  • 2008: Vergammelter Mozarella, Gorgonzola und Scheibenkäse mit Würmern, Mäusekot und Eisenstücken (insgesamt 11 000 Tonnen) gelangen aus Italien nach Deutschland
  • 2006: Gammel-Wildfleisch der Firma Berger aus Niederbayern und tonnenweise weiteres Gammelfleisch (z.T. seit 4 Jahren abgelaufen) aus Deggendorf und München, das für Dönerbuden bestimmt war
  • 2005: Ekelfleisch-Skandal um mehrere hundert Tonnen Gammelfleisch in Bayern und anderen Bundesländern
  • 2005: Umetikettierung von abgelaufenem Hackfleisch in Real-Märkten
  • 2004: Krebserregende Farbstoffe in Gewürzen aus Osteuropa, der Türkei und Indien
  • 2003: Acrylamid in Pommes, Lebkuchen, Kaffee-Ersatz, Kartoffelpulver,...
  • 2002: Hormonbelastetes Schweinefleisch aus den Niederlanden gelangt in den Handel
  • 2002: Verbotenes Unkrautvernichtungsmittel Nitrofen in Öko-Getreide
  • 2002: Antibiotika (Nitrofuran) in "Salto"-Hähnchennuggets sowie in Geflügel aus Brasilien und Thailand
  • 2001: Schweinemast-Skandal: Tierärzte verkauften jahrelang illegal Tonnen von Hormonen, Antibiotika und Impfstoffen an Schweinzuchtbetriebe
  • 2001: Räucher- und Wildlachs sind vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums schon verdorben, entdeckt die Stiftung Warentest
  • 2001: Antibiotika (Chloramphenicol) in asiatischen Shrimps
  • 2001: Wasser wird in Schinken und Schnitzelfleisch gespritzt, damit es voller aussieht und schwerer ist
  • 2000: BSE-Skandal in Deutschland; Infektiöses Rindfleisch und Milch stehen unter Verdacht, die Creutzfeld-Jakob-Krankheit zu verursachen
  • 1996: Nikotin in Eiern
  • 1997: Fadenwürmer in Hochseefischen
  • 1996: Metro ettiketiert abgelaufenes Fleisch um, damit es wieder verkauft werden kann
  • 1994: Lindan (Pestizid) in Babyreis
  • 1993: Durch Hygiene-Mängel verdorbenes Fleisch in Supermärkten
  • 1989: Listeriose-Bakterien in Leberpastete und Weichkäse
  • 1988: Hormone im Kalbsfleisch
  • 1987: Fadenwurm-Larven (Nematoden) in Seefischen
  • 1985: Glykol in österreichischen und italienischen Weinen
  • 1980: Wachstumsteigernde Östrogene im Kalbsfleisch