06. Juli 2011

Bayern ist viel erspart geblieben

Zur Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees, die Winterspiele 2018 nicht nach München zu vergeben, erklärt der klimapolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion, Ludwig Hartmann:

„Die Entscheidungsstrukturen des IOC sind so verschlungen wie sein Geschäftsgebaren. Dass sich das Gremium deshalb mit Pyeongchang heute für den Bewerber entschieden hat, bei dem ganz offensichtlich das große Geld lockt, passt in dieses Bild. München, Garmisch-Partenkirchen und Schönau am Königssee hätten sich deshalb beileibe keinen Gefallen getan, sich für Olympische Winterspiele einem solchen Diktat zu unterwerfen.

Die grüne Landtagsfraktion hat immer wieder vor der Intransparenz der olympischen Gremien und Strukturen gewarnt. Gleiches gilt für die ökologischen Folgelasten, die ein Mega-Event wie Olympia dem sensiblen Alpenraum aufgebürdet hätte und das völlig unkalkulierbare finanzielle Risiko: Schon jetzt ist die Bewerbung deutlich teurer geworden, als ursprünglich veranschlagt. Gleichzeitig hätten die Knebelverträge des IOC alle finanziellen Lasten und etwaigen Defizite einseitig den öffentlichen Kassen und damit den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern aufgebürdet.

Wenn der Pulverdampf der heutigen Entscheidung verzogen ist, wird sich zeigen: Bayern ist mit der heutigen Entscheidung viel erspart geblieben.“

Ludwig Hartmann
Fraktionsvorsitzender
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