04. November 2013

Wohnungsbau ist kein Argument pro Olympia 2022

SPD und CSU streuen den Menschen Sand in die Augen. Kopfschütteln über "immer abseitigere Argumente", die eine Woche vor dem Bürgerentscheid durch die Befürworter einer neuerlichen Olympiabewerbung Münchens aufgefahren werden: „Wie kann ein Landespolitiker ernsthaft mit der Schaffung von vielleicht 1.500 Wohnungen in rund zehn Jahren argumentieren, wenn aktuell auf dem Münchner Wohnungsmarkt rund 31.000 Quartiere fehlen – und die Unterversorgung Jahr für Jahr um rund 10.000 weitere Wohnungen steigt?“ Diese Frage stellt Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann angesichts der Stellungsnahmen aus der SPD-Fraktion und von Staatsministerin Haderthauer (CSU).

Den Münchnerinnen und Münchnern wäream meisten geholfen gewesen, „wenn die Millionen, die in die erste Bewerbung für 2018 gesteckt wurden, und das Geld, das nun in eine zweite Bewerbung fließen soll, unmittelbar für den sozialen Wohnungsbau investiert worden wären“, so Ludwig Hartmann. Der "Return on invest", den eine milliardenteure Ausrichtung der olympischen Winterspiele 2022 dem Münchner Wohnungsmarkt brächte, sei unterhalb der Messbarkeitsgrenze. Der steigende Zuzugsdruck durch einen möglichen Imagegewinn für die "Boom-Stadt München" führe jedoch zwangsläufig zu noch höheren Mieten.

"Wer den Menschen derart offensichtlich Sand in die Augen streut, muss sich nicht wundern, wenn er am 10. November beim Bürgerentscheid unsanft aus seinen olympischen Träumen geweckt wird", unterstreicht Ludwig Hartmann.


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Ludwig Hartmann
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