13. März 2012

Fischsterben in der Alz: Grüne fordern Aufklärung

Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern Aufklärung über das Fischsterben an der Alz. „Die Staatsregierung soll im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit einen Bericht über die Ursachen des Fischsterbens an der Alz bei Gendorf geben“, erklärt Christian Magerl, Vorsitzender des Umweltausschusses. Die Grünen wollen wissen, welche Stoffe in welcher Menge in die Alz gelangt sind, welche Schäden sie dort verursacht haben und mit welchen Langzeitfolgen zu rechnen ist. „Es muss geklärt werden, ob der Brand im Werk Gendorf die Ursache des Fischsterbens war oder ob die stark toxische Chemikalie Genamin LA 302 D bereits vorher in die Alz gelangt ist.“ Zunächst wurde vermutet, dass Löschwasser habe die Chemikalie in die Alz gespült hat. Daran sind jedoch inzwischen Zweifel aufgetreten.

Wie Christian Magerl erläutert, müssen seit dem Brand beim Pharmakonzern Sandoz in der Schweiz 1986, bei dem belastetes Löschwasser ein massives Fischsterben im Rhein ausgelöst hatte, bei größeren Industriekomplexen Löschwasserrückhaltevorrichtungen vorgehalten werden, die ein Eindringen von Löschwassers in die Flüsse eigentlich verhindern sollen. Falls der Brand das Fischsterben in der Alz ausgelöst haben sollte, müsse untersucht werden, ob die Rückhalteinrichtungen für verunreinigtes Löschwasser ordnungsgemäß funktioniert haben. Auch der Frage, wer für die Schäden durch den Schadstoffeintrag hafte, müsse nachgegangen werden. „Die Alz wurde auf 15 km Länge erheblich geschädigt, der Fischbestand in diesem Bereich vernichtet.“

Dr. Christian Magerl
Sprecher für Umwelt, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz
Tel: 089/4126-2761
Fax: 089/4126-1135
Email.: christian [dot] magerl [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Dr. Christian Magerl)