München (sip). Die Landtagsgrünen ziehen nach dem Eklat um die Anwaltskanzlei Hengeler Müller, die Schadenersatzansprüche gegen die früheren Vorstands- und Verwaltungsratsmitglieder der BayernLB prüfen sollen, den vermeintlichen Aufklärungswillen von Finanzminister Fahrenschon in Zweifel. "Der Verdacht steht im Raum, dass es dem Finanzminister gar nicht darum geht, die Banker und ihre Kontrolleure im Interesse des Steuerzahlers zur Verantwortung zu ziehen, sondern sie ganz im Gegenteil zu schützen", sagte Eike Hallitzky, Mitglied der Landesbank-Kommission. Dies legt ein Protestschreiben der Anwaltskanzlei Flick, Gocke, Schaumburg nahe, die im Auftrag der Landesbank-Kommission ebenfalls Schadenersatzansprüche prüft. Entgegen den Absprachen in der Landesbank-Kommission, wonach beiden Kanzleien dieselben Informationen zur Verfügung gestellt werden müssen, habe sich demnach ein Zwei-Klassen-Informationssystem zugunsten von Hengeler Müller herausgebildet, das die Aufklärungsarbeit von Flick, Gocke, Schaumburg massiv belaste.
"Wir haben uns von Anfang an gefragt, warum Fahrenschon parallel zur Landesbank-Kommission eine zweite Kanzlei mit demselben Auftrag ins Rennen schickt", sagte Eike Hallitzky. Dies umso mehr, als die Kanzlei Hengeler Müller schon in der Vergangenheit als Hofgutachter der BayernLB gearbeitet habe und damit aus Sicht der Grünen eine verdächtige Nähe zwischen Bank und Prüfern bestand. "Fahrenschon muss bei der Sondersitzung der Landesbank-Kommission alle Fakten auf den Tisch legen. Es kann nicht angehen, dass das Finanzministerium mit Steuergeldern eine Kanzlei bezahlt, deren wahrer Auftrag es möglicherweise ist, Fahrenschons Parteifreunde gegen Haftungsansprüchen abzusichern."
München (sip). Die Landtagsgrünen ziehen nach dem Eklat um die Anwaltskanzlei Hengeler Müller, die Schadenersatzansprüche gegen die früheren Vorstands- und Verwaltungsratsmitglieder der BayernLB prüfen sollen, den vermeintlichen Aufklärungswillen von Finanzminister Fahrenschon in Zweifel. "Der Verdacht steht im Raum, dass es dem Finanzminister gar nicht darum geht, die Banker und ihre Kontrolleure im Interesse des Steuerzahlers zur Verantwortung zu ziehen, sondern sie ganz im Gegenteil zu schützen", sagte Eike Hallitzky, Mitglied der Landesbank-Kommission. Dies legt ein Protestschreiben der Anwaltskanzlei Flick, Gocke, Schaumburg nahe, die im Auftrag der Landesbank-Kommission ebenfalls Schadenersatzansprüche prüft. Entgegen den Absprachen in der Landesbank-Kommission, wonach beiden Kanzleien dieselben Informationen zur Verfügung gestellt werden müssen, habe sich demnach ein Zwei-Klassen-Informationssystem zugunsten von Hengeler Müller herausgebildet, das die Aufklärungsarbeit von Flick, Gocke, Schaumburg massiv belaste.
"Wir haben uns von Anfang an gefragt, warum Fahrenschon parallel zur Landesbank-Kommission eine zweite Kanzlei mit demselben Auftrag ins Rennen schickt", sagte Eike Hallitzky. Dies umso mehr, als die Kanzlei Hengeler Müller schon in der Vergangenheit als Hofgutachter der BayernLB gearbeitet habe und damit aus Sicht der Grünen eine verdächtige Nähe zwischen Bank und Prüfern bestand. "Fahrenschon muss bei der Sondersitzung der Landesbank-Kommission alle Fakten auf den Tisch legen. Es kann nicht angehen, dass das Finanzministerium mit Steuergeldern eine Kanzlei bezahlt, deren wahrer Auftrag es möglicherweise ist, Fahrenschons Parteifreunde gegen Haftungsansprüchen abzusichern."
