München (sip). Die Grünen haben den heute vom Ministerrat verabschiedeten Gesetzentwurf für die Einführung von Studiengebühren heftig kritisiert: "Der Zugang zu einem Hochschulstudium darf nicht vom Geldbeutel der Studierenden abhängig gemacht werden", warnt die hochschulpolitische Sprecherin Ulrike Gote. Mit Studiengebühren werde eine weitere finanzielle Hürde aufgebaut, die viele junge Menschen von der Aufnahme eines Studiums abschrecke. "Gerade um international wettbewerbsfähig bleiben zu können, muss es aber erklärtes Ziel des bayerischen Bildungssystems sein, jedem hellen Kopf in Bayern eine akademische Ausbildung zu ermöglichen." Schon jetzt sei Deutschland im internationalen Vergleich Schlusslicht beim Anteil von Studierenden aus sozial schwachen Familien. Die vom Ministerrat propagierte "soziale Abfederung" bezeichnete Ulrike Gote als völlig unzureichend: "Allein schon die Perspektive, mit einem Schuldenberg ins Berufsleben zu starten, hat gerade für junge Leute aus finanzschwachen Familien eine fatale Abschreckungswirkung."
Dreist sei darüber hinaus, dass die Staatsregierung den Eindruck erwecke, sie biete den Hochschulen mit den Studiengebühren "frisches Geld". "Minister Goppel verschweigt geflissentlich, dass er die Universitäten und Fachhochschulen mit dem umstrittenen Nachtragshaushalt 2004 empfindlich geschröpft hat und diese Lücke nun durch die Beiträge der Studierenden gestopft werden soll." Ohnehin, so Ulrike Gote, wälze die Staatsregierung weite Teil der strittigen Umsetzungsfragen, insbesondere das Stipendienwesen, auf die Hochschulen ab. Keinen Glauben schenkt die grüne Hochschulexpertin darüber hinaus den treuherzigen Beteuerungen Stoibers und Goppels, die Studiengebühren würden pro Semester 500 Euro nicht übersteigen: "Wenn erst einmal der Damm gebrochen und das Erststudium grundsätzlich gebührenpflichtig ist, ist die nächste Gebührenerhöhung doch nur eine Frage der Zeit."
München (sip). Die Grünen haben den heute vom Ministerrat verabschiedeten Gesetzentwurf für die Einführung von Studiengebühren heftig kritisiert: "Der Zugang zu einem Hochschulstudium darf nicht vom Geldbeutel der Studierenden abhängig gemacht werden", warnt die hochschulpolitische Sprecherin Ulrike Gote. Mit Studiengebühren werde eine weitere finanzielle Hürde aufgebaut, die viele junge Menschen von der Aufnahme eines Studiums abschrecke. "Gerade um international wettbewerbsfähig bleiben zu können, muss es aber erklärtes Ziel des bayerischen Bildungssystems sein, jedem hellen Kopf in Bayern eine akademische Ausbildung zu ermöglichen." Schon jetzt sei Deutschland im internationalen Vergleich Schlusslicht beim Anteil von Studierenden aus sozial schwachen Familien. Die vom Ministerrat propagierte "soziale Abfederung" bezeichnete Ulrike Gote als völlig unzureichend: "Allein schon die Perspektive, mit einem Schuldenberg ins Berufsleben zu starten, hat gerade für junge Leute aus finanzschwachen Familien eine fatale Abschreckungswirkung."
Dreist sei darüber hinaus, dass die Staatsregierung den Eindruck erwecke, sie biete den Hochschulen mit den Studiengebühren "frisches Geld". "Minister Goppel verschweigt geflissentlich, dass er die Universitäten und Fachhochschulen mit dem umstrittenen Nachtragshaushalt 2004 empfindlich geschröpft hat und diese Lücke nun durch die Beiträge der Studierenden gestopft werden soll." Ohnehin, so Ulrike Gote, wälze die Staatsregierung weite Teil der strittigen Umsetzungsfragen, insbesondere das Stipendienwesen, auf die Hochschulen ab. Keinen Glauben schenkt die grüne Hochschulexpertin darüber hinaus den treuherzigen Beteuerungen Stoibers und Goppels, die Studiengebühren würden pro Semester 500 Euro nicht übersteigen: "Wenn erst einmal der Damm gebrochen und das Erststudium grundsätzlich gebührenpflichtig ist, ist die nächste Gebührenerhöhung doch nur eine Frage der Zeit."
