10. Mai 2010

Spaenle muss die Scheuklappen ablegen

Pressemitteilung

Dreigliedriges Schulsystem ist an seine Grenzen gestoßen - Grüne fordern Gemeinschaftsschule

München (sip). Die Landtagsgrünen haben Kultusminister Spaenle angesichts seiner kategorischen Weigerung, am dreigliedrigen Schulsystem in Bayern zu rütteln, Reformunfähigkeit vorgeworfen. "Seit Jahren steht die Bildungspolitik in Bayern im Feuer, weil das dreigliedrige Schulsystem an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit geraten ist", sagte der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring.

Die sture Verteilung von Kindern und Jugendlichen auf Gymnasium, Realschule und Hauptschule habe in eine Sackgasse geführt, so der grüne Bildungsexperte: "Der Kultusminister darf nicht länger die Augen davor verschließen, dass Kinder und Eltern längst zur Abstimmung mit den Füßen geschritten sind. Aus Angst, in der Haupt- oder Realschule abgehängt zu werden, drängen mittlerweile 40 Prozent eines Jahrgangs aufs Gymnasium. Gleichzeitig stehen insbesondere auf dem Land die Hauptschulen leer. Die Schieflage in unserem Schulsystem ist auch mit den größten ideologischen Scheuklappen nicht mehr zu übersehen." Anstatt aber endlich die Konsequenzen zu ziehen, verliere sich der Kultusminister in einer halbgaren Reform nach der nächsten. "Die jüngste Aufregung um die Übertrittszeugnisse hat doch gezeigt, wie ineffizient und ungerecht das bayerische Auslesesystem allen Nachbesserungen zum Trotz ist. Das ewige Herumdoktern am System muss deshalb endlich aufhören."

Die Grünen fordern stattdessen eine längere gemeinsame Schulzeit für alle Kinder. "Wir brauchen die Gemeinschaftsschule mit individueller Förderung", sagte Thomas Gehring. Damit könne am besten auf die jeweiligen Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler eingegangen werden. Voraussetzung dafür seien kleinere Klassen und rhythmisierter Ganztagsunterricht. "Wir brauchen eine Schule der Vielfalt, die Leistung und soziale Gerechtigkeit verbindet. Wie das funktionieren kann, haben uns die PISA-Sieger aus Skandinavien mit ihren Gemeinschaftsschulen seit langem vorgemacht."

München (sip). Die Landtagsgrünen haben Kultusminister Spaenle angesichts seiner kategorischen Weigerung, am dreigliedrigen Schulsystem in Bayern zu rütteln, Reformunfähigkeit vorgeworfen. "Seit Jahren steht die Bildungspolitik in Bayern im Feuer, weil das dreigliedrige Schulsystem an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit geraten ist", sagte der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring.

Die sture Verteilung von Kindern und Jugendlichen auf Gymnasium, Realschule und Hauptschule habe in eine Sackgasse geführt, so der grüne Bildungsexperte: "Der Kultusminister darf nicht länger die Augen davor verschließen, dass Kinder und Eltern längst zur Abstimmung mit den Füßen geschritten sind. Aus Angst, in der Haupt- oder Realschule abgehängt zu werden, drängen mittlerweile 40 Prozent eines Jahrgangs aufs Gymnasium. Gleichzeitig stehen insbesondere auf dem Land die Hauptschulen leer. Die Schieflage in unserem Schulsystem ist auch mit den größten ideologischen Scheuklappen nicht mehr zu übersehen." Anstatt aber endlich die Konsequenzen zu ziehen, verliere sich der Kultusminister in einer halbgaren Reform nach der nächsten. "Die jüngste Aufregung um die Übertrittszeugnisse hat doch gezeigt, wie ineffizient und ungerecht das bayerische Auslesesystem allen Nachbesserungen zum Trotz ist. Das ewige Herumdoktern am System muss deshalb endlich aufhören."

Die Grünen fordern stattdessen eine längere gemeinsame Schulzeit für alle Kinder. "Wir brauchen die Gemeinschaftsschule mit individueller Förderung", sagte Thomas Gehring. Damit könne am besten auf die jeweiligen Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler eingegangen werden. Voraussetzung dafür seien kleinere Klassen und rhythmisierter Ganztagsunterricht. "Wir brauchen eine Schule der Vielfalt, die Leistung und soziale Gerechtigkeit verbindet. Wie das funktionieren kann, haben uns die PISA-Sieger aus Skandinavien mit ihren Gemeinschaftsschulen seit langem vorgemacht."

Thomas Gehring
Schulpolitischer Sprecher
Tel: 089/4126-2990
Fax: 089/4126-1990
Email.: thomas [dot] gehring [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Thomas Gehring)