Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern neue Ideen für die bayerische Kulturpolitik. „Minister Heubisch betreibt eine erzkonservative Politik, die sich nur auf das konzentriert, was und wie es immer gemacht wurde“, erklärt der kulturpolitische Sprecher, Sepp Dürr. Er werde seiner Verantwortung für die gesamte bayerische Museumslandschaft nicht gerecht, vernachlässige die Regionen außerhalb Münchens und die nichtstaatlichen Museen.
Diese bräuchten dringend mehr staatliche Unterstützung und neue Kooperationsformen. Wie der Kulturexperte erläutert, muss die Staatsregierung Lösungen finden für die drei Hauptaufgaben in der bayerischen Museumslandschaft: dauerhafte Finanzierung, Regionalisierung und Demokratisierung. Dazu haben die Grünen 16 Anträge in den Landtag eingebracht, die morgen im Haushaltsausschuss diskutiert werden.
„Erhalt und Betrieb der staatlichen Museen und Sammlungen leiden immer noch unter den massiven Einschnitten des Stoiberschen Kürzungshaushalts von 2004. Die staatlichen Ausgaben sind über die Jahre inflationsbereinigt gesunken, obwohl die Zahl der Museen gewachsen ist“, so Sepp Dürr. Besonders empfindlich mache sich das bemerkbar bei den Ausstellungs- und Neuerwerbungsmöglichkeiten, der Museumspädagogik sowie bei Bestandssicherung und Lagerung – also den zentralen Aufgaben der Museen. „Angesichts des akuten Bedarfs von vielen Hundert Millionen sollte sich jede Diskussion um einen Museumsneubau erübrigen“. Die Landtagsgrünen kritisieren, dass sich die Staatsregierung mehr für ihre eigenen Einrichtungen verantwortlich fühlt als für die gesamte Kultur- und Museumslandschaft Bayerns. „Das hat sie in der Versicherungsfrage deutlich gemacht, das macht sie auch, wenn es um die nichtstaatlichen Museen geht. Diese Haltung ist borniert zentralstaatlich.“
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