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Auftragsvergabe für Trojaner war rechtswidrig

Bei der Auftragsvergabe für den umstrittenen Bayern-Trojaner, eine Überwachungssoftware, die Polizei und Verfassungsschutz in Bayern zum Ausspähen privater Rechner verwendet haben, hat das Landeskriminalamt massiv gegen geltende Vergaberegelungen verstoßen. Zu diesem Schluss kommen die Landtagsgrünen anhand einer Schriftlichen Anfrage beim Innenministerium. „Das LKA hat direkt die Firma Digitask beauftragt, ohne wie vorgeschrieben andere Angebote einzuholen“, kritisiert die innenpolitische Sprecherin Susanna Tausendfreund. Darüber hinaus habe das LKA jeden Einsatz des Bayern-Trojaners als eigenen Beschaffungsvorgang gewertet – wohl, um damit eine europaweite öffentliche Ausschreibung zu umgehen. „Der Verdacht liegt nahe, dass hier bewusst gestückelt wurde, denn das Gesamtvolumen des Auftrags über 400.000 Euro hätte auf jeden Fall eine europaweite Ausschreibung erfordert.“

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Zentrale Ermittlungsstelle muss unabhängig sein

Die Grünen im Bayerischen Landtag bezeichnen die neuen zentralen Ermittlungsstellen gegen Amtsdelikte bei der Polizei als Schritt in die richtige Richtung. „Nach den verschiedenen Vorfällen, die es in der Vergangenheit gegeben hat, haben wir immer wieder unabhängige Ermittlungen gefordert“, erklärt die innenpolitische Sprecherin Susanna Tausendfreund. „Wir hätten uns daher eine unabhängigere Ermittlungsstelle gewünscht, die nicht bei der Polizei angesiedelt ist.“

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Polizeikalender: Alltagsrassismus darf nicht geduldet werden

Die Grünen im Bayerischen Landtag mahnen von der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) mehr Sensibilität und Problembewusstsein beim Thema Rassismus an. „Wir begrüßen es, dass sich inzwischen viele Polizeipräsidien von dem umstrittenen Karikaturen-Kalender distanzieren und ihn in den Dienststellen abhängen lassen“, erklärt die innenpolitische Sprecherin Susanna Tausendfreund. Es sei aber scharf zu kritisieren und nicht nachzuvollziehen, wenn der bayerische Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft die Kritik mit dem Hinweis darauf abtue, die Karikaturen spiegelten nur den üblichen „Polizeijargon“ wieder.

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Keine Privat-Sheriffs für Sicherheit in Gerichten

Die Landtagsgrünen haben die Beauftragung von privaten Sicherheitsdiensten für bayerische Gerichtsgebäude kritisiert: „Es ist staatliche Aufgabe, für den Schutz in staatlichen Gerichten zu sorgen“, sagte die rechtspolitische Sprecherin Christine Stahl. Doch von den angekündigten 440 Personalstellen, mit denen die Sicherheitskontrollen verstärkt werden, sollen nur 140 reguläre Beamte sein. „Es ist eine Bankrotterklärung für das Justizministerium, dass für den Schutz in Bayerns Gerichten private Sicherheitsleute angeheuert werden sollen.“ Damit werde die verfehlte Personalpolitik der vergangenen Jahre in der Justizverwaltung auf die Spitze getrieben.

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Fahndung nach Neonazis intensivieren

Auch in Bayern gibt es eine erschreckend hohe Zahl an Rechtsextremisten, nach denen per Haftbefehl gefahndet wird und die sich bislang dem Zugriff der Polizei entziehen konnten. Wie das Innenministerium in einer Anfrage der Grünen einräumen musste, sind insgesamt 38 Personen mit rechtsextremistischem Hintergrund zur Fahndung ausgeschrieben. 30 davon sind zu einer Haftstrafe verurteilt worden. „Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich bei 21 dieser Personen um Täter, die eindeutig wegen eines rechtsextremistisch motivierten Delikts verurteilt wurden“, so Sepp Dürr, Sprecher für Strategien gegen Rechtsextremismus.

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CSU und FDP verhindern eine moderne Polizeikultur in Bayern

Die Regierungsfraktionen verschließen beim Thema individuelle Kennzeichnungspflicht von Polizeieinsatzkräften weiterhin die Augen vor den Zeichen der Zeit: Während andere Länder wie z.B. Berlin und Brandenburg bereits verbindliche Regelungen eingeführt haben und auch in Baden-Württemberg, Bremen und Rheinland-Pfalz die Kennzeichnungspflicht in Vorbereitung ist, blockieren CSU und FDP die Entwicklung in Bayern.

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Polizeigewalt: Innenminister Herrmann fordert eigene Beschwerdestelle - CSU und FDP verweigern Aufklärung

Nachdem die Grünen seit langem fordern, eine eigenen unabhängige Ermittlungsbehörde für Problemfälle innerhalb oder mit der Polizei einzurichten (z.B. hier und hier), schien Innenminister Herrmann Anfang der Woche endlich ein Einsehen zu haben.

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Vorwürfe gegen Polizei: Bericht verweigert

Die Landtagsgrünen haben den Regierungsfraktionen vorgeworfen, die öffentliche Aufklärung über mögliche Übergriffe bayerischen Polizeibeamten zu torpedieren. „Angesichts der vielen Vorfälle, die mittlerweile im Raum stehen, ist es doch unsere Pflicht als Abgeordnete, den Vorwürfen nachzugehen und zweifelsfrei festzustellen, was an den Übergriffe im Einzelnen dran ist“, sagte die innenpolitische Sprecherin Susanna Tausendfreund.

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Beschwerdestelle für Polizeigewalt überfällig

Die Landtagsgrünen haben die von Innenminister Herrmann angekündigten Anlaufstellen für Bürgerbeschwerden gegen Fehlverhalten von Polizeibeamten grundsätzlich als Schritt in die richtige Richtung gewertet. „Es ist höchste Zeit, dass Menschen, die Opfer von Polizeigewalt geworden sind, ernst genommen und derartige Vorfälle nicht länger im Dickicht des Polizeiapparats unter der Decke gehalten werden“, sagte die innenpolitische Sprecherin Susanna Tausendfreund.

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Aktuelle Stunde zu den Übergriffen durch Polizisten in Rosenheim

Auf Anregung der grünen Landtagsfraktion diskutierte das Parlament in einer Aktuellen Stunde den schockierenden Vorfall in Rosenheim, bei dem der Leiter der Polizeiinspektion einen 15-jährigen Jungen brutal im Gesicht verletzt haben soll. Nur scheibchenweise werden frühere Verfehlungen des Beamten bekannt. Wie konnte er überhaupt in diese Position aufrücken? Weitere gravierende Vorfälle bei Polizeieinsätzen weisen auf Missstände hin. Die Innenpolitische Sprecherin Susanna Tausendfreund stellte sich vor die vielen PolizistInnen, die ihrer Arbeit umsichtig nachgehen.

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Ihr Kontakt

Susanna Tausendfreund
Innenpolitische Sprecherin
Tel: 089/4126-2774
Fax: 089/4126-1010
Email.: susanna [dot] tausendfreund [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Susanna Tausendfreund)