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Versammlungsfreiheit auch in Bayern gesichert

Die Landtagsgrünen haben die heute veröffentlichte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Bayerischen Versammlungsgesetz als rein formalen Akt bezeichnet. „Die aktuelle Entscheidung ist sozusagen juristisches Handwerk – Fakt bleibt, dass die Staatsregierung durch ein breites Gegenbündnis gezwungen wurde, ihr ursprüngliches Versammlungsgesetz einzustampfen und die überbordenden Eingriffsbefugnisse der Behörden gegen die Versammlungsfreiheit zurückzuziehen“, sagte die rechtspolitische Sprecherin Christine Stahl.

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Bewährungshilfe braucht mehr Personal

Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern eine angemessen ausgestattete Bewährungshilfe in Bayern. „Wie die heute vom Justizministerium vorgestellten Zahlen verdeutlichen, ist die  Belastung der Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer nach wie vor hoch“, erklärt die rechtspolitische Sprecherin Christine Stahl. Nach Angaben der „Zentrale Koordinierungsstelle Bewährungshilfe“ ist im Freistaat im Schnitt  ein/e Bewährungshelfer/in für rund 85 ProbandInnen zuständig.

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Fall Gaddafi: Freispruch von ganz oben

Die Justizbehörden in Bayern haben offenbar von höchster Stelle aus dafür gesorgt, dass der in Sachen Gaddafi ermittelnde Münchner Oberstaatsanwalt einen Freispruch erster Klasse erhält. Das geht aus einer Schriftlichen Anfrage der grünen Rechtspolitikerin Christine Stahl beim Justizministerium hervor. Der Münchner Oberstaatsanwalt hatte die Ermittlungen gegen den in München lebenden Gaddafi-Sohn Saif al-Arab geführt und war von der Initiative Bayerischer Strafverteidiger wegen des Verdachts auf Strafvereitelung im Amt und Geheimnisverrats angezeigt worden. Der Vorwurf: Der Jurist hatte sich im Vorfeld einer Hausdurchsuchung bei Gaddafi persönlich in der libyschen Botschaft in Berlin über den diplomatischen Status des Diktatoren-Sohnes erkundigt und dabei auch die Pläne für die Hausdurchsuchung offenbart.

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Keine Privat-Sheriffs für Sicherheit in Gerichten

Die Landtagsgrünen haben die Beauftragung von privaten Sicherheitsdiensten für bayerische Gerichtsgebäude kritisiert: „Es ist staatliche Aufgabe, für den Schutz in staatlichen Gerichten zu sorgen“, sagte die rechtspolitische Sprecherin Christine Stahl. Doch von den angekündigten 440 Personalstellen, mit denen die Sicherheitskontrollen verstärkt werden, sollen nur 140 reguläre Beamte sein. „Es ist eine Bankrotterklärung für das Justizministerium, dass für den Schutz in Bayerns Gerichten private Sicherheitsleute angeheuert werden sollen.“ Damit werde die verfehlte Personalpolitik der vergangenen Jahre in der Justizverwaltung auf die Spitze getrieben.

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Fahndung nach Neonazis intensivieren

Auch in Bayern gibt es eine erschreckend hohe Zahl an Rechtsextremisten, nach denen per Haftbefehl gefahndet wird und die sich bislang dem Zugriff der Polizei entziehen konnten. Wie das Innenministerium in einer Anfrage der Grünen einräumen musste, sind insgesamt 38 Personen mit rechtsextremistischem Hintergrund zur Fahndung ausgeschrieben. 30 davon sind zu einer Haftstrafe verurteilt worden. „Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich bei 21 dieser Personen um Täter, die eindeutig wegen eines rechtsextremistisch motivierten Delikts verurteilt wurden“, so Sepp Dürr, Sprecher für Strategien gegen Rechtsextremismus.

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Elektronische Fußfessel: Weg in den Sparvollzug?

Seit Januar 2011 ist die elektronische Aufenthaltsüberwachung von Verurteilten möglich, die unter Führungsaufsicht stehen. Es geht dabei nicht allein um jene Täter, die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden müssen, sondern um einen wesentlich größeren Personenkreis. Der Staatsvertrag zur Einrichtung einer Gemeinsamen elektronischen Überwachungsstelle der Länder wurde diese Woche im Verfassungsausschuss behandelt.

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Gaddafi-Affäre: Grüne fordern Aufklärung

Die Landtagsgrünen haben von Justizministerin Merk Aufklärung über den Stand des Verfahrens gegen einen Münchner Oberstaatsanwalt gefordert, gegen den im Zuge der Affäre um den Sohn des libyschen Diktators Gaddafi Anzeige wegen Strafvereitelung im Amt erstattet wurde. „Das Verhalten von Polizei und Justiz im Umgang mit dem Diktatorensohn muss endlich umfassend aufgearbeitet werden“, sagte die rechtspolitische Sprecherin Christine Stahl. „Vor diesem Hintergrund begrüßen wir es mit Nachdruck, dass der Fall nun von der Nürnberger Staatsanwaltschaft geprüft wird.“

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Grüne kritisieren „Fußfessel“ für alle Fälle

Die Grünen im Bayerischen Landtag kritisieren den Staatsvertrag und die Verwaltungsvereinbarung zur elektronischen Aufenthaltsüberwachung als fragwürdig. „Wir halten es für unseriös, heute im Landtag über einen Staatsvertrag zur elektronischen Aufenthaltsüberwachung abstimmen zu müssen, ohne das Ergebnis des Testbetriebes in den Händen zu halten“, erklärt die rechtspolitische Sprecherin Christine Stahl.

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Grüne begrüßen Urteil zur Sicherungsverwahrung

„Diese Niederlage war absehbar, weil über ein Jahrzehnt lang fahrlässig versäumt wurde, die Sicherungsverwahrung so auszugestalten, dass sie sowohl dem Schutzbedürfnis der Bevölkerung als auch den Grundrechten der Inhaftierten gerecht wird", so Christine Stahl.

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Scharfe Kritik des ORH an Umfragen der Staatskanzlei

„Der Rechnungshof hat unsere Kritik in vollem Umfang bestätig“, kommentierte die Fraktionsvorsitzende Margarete Bause den heute veröffentlichten Prüfbericht des ORH. „Die Meinungsumfragen der Staatsregierung sind in weiten Teilen unzulässig.“

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Ihr Kontakt

Christine Stahl
Landtags-Vizepräsidentin, rechtspolitische Sprecherin
Tel: 089/4126-2580
Fax: 089/4126-1494
Email.: christine [dot] stahl [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Christine Stahl)