29. April 2010

HGAA-Kauf lief von Anfang an mit politischer Rückendeckung

Pressemitteilung

Schwere Anschuldigungen gegen die früheren Verwaltungsratsspitzen Faltlhauser und Naser

München (sip). Die Spitzen des Landesbank-Verwaltungsrats waren offenbar viel früher über den Einstieg in die österreichische Hypogroup Alpe Adria informiert, als sie bislang zugegeben haben. Nach einem Bericht der Augsburger Allgemeinen sollen der frühere Finanzminister Faltlhauser und der damalige Verwaltungsratsvorsitzende Naser schon Mitte Dezember 2006 ihre Zustimmung zum Kauf der Kärntner Bank signalisiert haben. "Das würde unsere Vermutung bestätigen, dass der Einstieg bei der HGAA von langer Hand geplant war und von Anfang an mit politischer Rückendeckung erfolgt ist", sagte Sepp Dürr, der die Grünen im Unter-suchungsausschuss vertritt. "Die Mär, dass der Verwaltungsrat und die Vertreter der Staatsregierung nichtsahnend über den Tisch gezogen wurden, fiele damit wie ein Kartenhaus zusammen."

Bislang hatten insbesondere die Verwaltungsräte immer wieder behauptet, von der Möglichkeit einer HGAA-Übernahme erst im Frühjahr 2007 erfahren zu haben, also erst nach dem Einstieg des Vermögensverwalters Tilo Berlin und seiner Investorengruppe bei der HGAA. "Jetzt erhärtet sich der Verdacht, dass Tilo Berlin schon vor dem Kauf seiner HGAA-Anteile sichere Signale aus München hatte, dass die BayernLB als späterer Kunde Gewehr bei Fuß stehen würde. Falthauser und Naser haben sich damit zum Türöffner für die obskuren Geschäfte von Berlin und seinen Investoren gemacht." Die BayernLB hatte später die Anteile von Tilo Berlin überteuert erworben und damit seiner Investorengruppe Millionengewinne beschert. "Dieser fragwürdige Deal wurde letztlich erst möglich, weil sich Landesbank-Chef Schmidt und sein alter Spezl Tilo Berlin von Anfang an der Unterstützung durch die politische Ebene sicher sein konnten", so Sepp Dürr. "Faltlhauser, Naser, aber auch der damalige Regierungschef Stoiber waren überzeugt davon, dass die BayernLB den ganz großen Sprung ins Osteuropa-Geschäft unternehmen müsse und standen nach dem gescheiterten Einstieg bei der österreichischen BAWAG massiv unter Druck, diesmal unter allen Umständen zum Zug zu kommen. Dieser politische Größenwahn hat das milliardenschwere Debakel um die HGAA letztlich erst möglich gemacht."

München (sip). Die Spitzen des Landesbank-Verwaltungsrats waren offenbar viel früher über den Einstieg in die österreichische Hypogroup Alpe Adria informiert, als sie bislang zugegeben haben. Nach einem Bericht der Augsburger Allgemeinen sollen der frühere Finanzminister Faltlhauser und der damalige Verwaltungsratsvorsitzende Naser schon Mitte Dezember 2006 ihre Zustimmung zum Kauf der Kärntner Bank signalisiert haben. "Das würde unsere Vermutung bestätigen, dass der Einstieg bei der HGAA von langer Hand geplant war und von Anfang an mit politischer Rückendeckung erfolgt ist", sagte Sepp Dürr, der die Grünen im Unter-suchungsausschuss vertritt. "Die Mär, dass der Verwaltungsrat und die Vertreter der Staatsregierung nichtsahnend über den Tisch gezogen wurden, fiele damit wie ein Kartenhaus zusammen."

Bislang hatten insbesondere die Verwaltungsräte immer wieder behauptet, von der Möglichkeit einer HGAA-Übernahme erst im Frühjahr 2007 erfahren zu haben, also erst nach dem Einstieg des Vermögensverwalters Tilo Berlin und seiner Investorengruppe bei der HGAA. "Jetzt erhärtet sich der Verdacht, dass Tilo Berlin schon vor dem Kauf seiner HGAA-Anteile sichere Signale aus München hatte, dass die BayernLB als späterer Kunde Gewehr bei Fuß stehen würde. Falthauser und Naser haben sich damit zum Türöffner für die obskuren Geschäfte von Berlin und seinen Investoren gemacht." Die BayernLB hatte später die Anteile von Tilo Berlin überteuert erworben und damit seiner Investorengruppe Millionengewinne beschert. "Dieser fragwürdige Deal wurde letztlich erst möglich, weil sich Landesbank-Chef Schmidt und sein alter Spezl Tilo Berlin von Anfang an der Unterstützung durch die politische Ebene sicher sein konnten", so Sepp Dürr. "Faltlhauser, Naser, aber auch der damalige Regierungschef Stoiber waren überzeugt davon, dass die BayernLB den ganz großen Sprung ins Osteuropa-Geschäft unternehmen müsse und standen nach dem gescheiterten Einstieg bei der österreichischen BAWAG massiv unter Druck, diesmal unter allen Umständen zum Zug zu kommen. Dieser politische Größenwahn hat das milliardenschwere Debakel um die HGAA letztlich erst möglich gemacht."

Dr. Sepp Dürr
Kultur- und forschungspolitischer Sprecher
Tel: 089/4126-2733
Fax: 089/4126-1494
Email.: sepp [dot] duerr [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Dr. Sepp Dürr)