Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern anlässlich der bayerischen Christopher Street Day (CSD)-Saison mehr Engagement der Staatsregierung bei der Antidiskriminierungspolitik. „Einiges wurde zwar schon auf Grund von Anträgen der Grünen erreicht, zum Beispiel im Dienstrecht, aber es gibt noch viel zu tun, damit Bayern in punkto Gleichstellung von Menschen mit queeren Lebensformen nicht länger hinten dran ist“, erklärt die gleichstellungspolitische Sprecherin Claudia Stamm. So gebe es nicht einmal einen Ansprechpartner oder Ansprechpartnerin bei der Staatsregierung für Schwule, Lesben und Transgender.
„Hier muss sich strukturell etwas ändern, wir brauchen eine landesweite Koordinierungsstelle, die sich aktiv für die Anerkennung und Gleichstellung von Menschen mit queeren Lebensweisen in Bayern sowie gegen Homophobie und Transphobie einsetzt.“ So könne zukünftig Diskriminierungen entgegengewirkt und die Gleichstellung von Lesben und Schwulen vorangetrieben werden. Die Landesstelle solle entweder bei der Staatskanzlei oder bei einem Staatsministerium angesiedelt werden. Ein entsprechender Antrag dazu wird nächste Woche im Plenum thematisiert. Nachdem eine von den Grünen initiierte Anhörung im Landtag im Dezember 2010 großen Handlungsbedarf für die Gleichstellung von Menschen mit queeren Lebensformen gezeigt hatte, hat Claudia Stamm ein ganzes Antragspaket zu queeren Lebensweisen in Bayern eingebracht.
Die Landtagsgrünen werden auf den Christopher Street Days in den großen Städten vertreten sein.
