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Söders Finanzempfänge: Grüne fragen nach

Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern Aufklärung über die exklusiven „Finanzempfänge“ von Minister Söder in staatlichen Repräsentationsbauten. „Wir wollen wissen, wie hoch die Gesamtkosten dieser Empfänge auf der Landshuter Burg Trausnitz, auf dem Schloss Neuburg an der Donau oder in der Würzburger Residenz sind und wer sie trägt“, erklärt der finanzpolitische Sprecher Eike Hallitzky.

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Erbschaftssteuer: Söder legt Axt an den Föderalismus

Die Grünen im Bayerischen Landtag kritisieren Söders Vorstoß zur Halbierung der Erbschaftssteuer in Bayern scharf. „Damit legt Söder die Axt an den bundesdeutschen Föderalismus und dessen verfassungsrechtlichen Grundlagen“, erklärt der finanzpolitische Sprecher Eike Hallitzky. Wer vor dem Hintergrund der Schuldenbremse einen Steuerwettstreit zwischen den Bundesländern anzettle und gleichzeitig den Länderfinanzausgleich kappen wolle, der treibe die strukturschwachen Länder Deutschlands in den Ruin.

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Finanzausgleich gerechter gestalten

Nur der Hälfte der bayerischen Kommunen geht es gut. Dramatisch ist die Lage bei fast einem Drittel der bayerischen Kommunen, die keinen ausreichenden Beitrag zur Finanzierung ihres Investitionshaushalts erwirtschaften können; 10% können überhaupt keine Zuführung leisten. Gleiche Lebensverhältnisse in Bayern bedeutet: Überall gute Schulen und Kitas und nicht nur dort, wo viel Geld ist. Es gelingt dem kommunalen Finanzausgleich in seiner jetzigen Ausgestaltung nicht ausreichend, die unterschiedliche Finanzkraft der einzelnen Kommunen auszubalancieren. 

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Anhörung zum kommunalen Finanzausgleich

Auf Antrag der Grünen hat der Haushaltsausschuss einer ExpertInnenanhörung zum kommunalen Finanzausgleich zugestimmt. „Geklärt werden soll mit Gutachterinnen und Gutachtern sowie kommunalen Spitzenverbänden die Finanzverteilung zwischen Land und Kommunen, der Finanzausgleich zwischen den Kommunen und die Umsetzung der Vorgaben des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes auf Transparenz im Verfahren des kommunalen Finanzausgleichs“, erklärt die kommunalpolitische Sprecherin Christine Kamm.

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BayernLB: Rückzahlung der Staatshilfen rückt in weite Ferne

Die BayernLB befindet sich nach Auffassung der Landtagsgrünen weiterhin in schwerem Fahrwasser: „Die Belastungen aus der ungarischen Tochterbank MKB werden auch in Zukunft eine schwere Hypothek für die Landesbank bleiben“, sagte der finanzpolitische Sprecher Eike Hallitzky. Ähnlich wie bei der österreichischen Skandalbank HGAA sei die BayernLB mit ihrer ungarischen Tochter über milliardenschwere interne Kredite verflochten. Die Landesbank sei damit in hohem Maße auch von den weiteren Entwicklungen in Ungarn abhängig und könne einen Ausstieg aus der MKB nur mit hohen Verlusten bewerkstelligen. Leidtragender der aktuellen Probleme seien wieder einmal die bayerischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.Eike Hallitzky: „Die BayernLB kann nicht nur zum wiederholten Mal die Staatskasse nicht bedienen – schon bis jetzt haben die Steuerzahler für die 10-Milliarden-Euro-Staatshilfe für die BayernLB fast eine Milliarde Euro Zinsen bezahlen müssen.“

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Trauerspiel Steuerfahndung

Die Landtagsgrünen haben nach der Veröffentlichung des Jahresberichts des Obersten Rechnungshofs endlich eine konsequente Aufstockung bei den Steuerbehörden des Freistaats gefordert: „Es ist ein Trauerspiel, wie sich der Finanzminister Jahr für Jahr Millionen durch die Lappen gehen lässt, weil es an Personal in der Steuerverwaltung fehlt“, sagte die haushaltspolitische Sprecherin Claudia Stamm. Kein anderes Bundesland habe eine derart magere Personalausstattung vorzuweisen wie Bayern: „Die Renitenz der Staatsregierung, an diesem Dauerproblem endlich etwas zu ändern, lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass man sich hier als eine Art ‚Schweiz light‘ gerieren und die geringe Steuerprüfungsquote als bewusste Wirtschaftsförderung verstehen möchte. Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die ehrlich ihre Steuern zahlen.“


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Konstruktive Konzepte statt Klagedrohungen

Die grünen Landtagsfraktionen aus Bayern, Sachsen und Hessen kritisieren in einer gemeinsamen Presseerklärung das bisher frucht- und folgenlose Taktieren der FDP gegen den Länderfinanzausgleich (LFA). „Der dringend nötige Einstieg in Verhandlungen über Veränderungen beim LFA wird von den schwarz-gelben Landesregierungen in Bayern, Sachsen und Hessen nicht vorangebracht“, erklärt Eike Hallitzky, finanzpolitischer Sprecher der bayerischen Landtagsfraktion „Im Gegenteil: Durch die anhaltende Polemik der FDP aus den Zahlerländern gegen den LFA und die ständig wiederholte Klageandrohung wird der Einstieg in ernsthafte Verhandlungen zwischen den Ländern unnötig verzögert. Wir sind sehr gespannt, ob die morgige Pressekonferenz der FDP in Frankfurt am Main endlich Antworten liefert.“

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Landesstiftung: Öffentliche Gelder verzockt

Die Landtagsgrünen haben der Staatsregierung im Zusammenhang mit den Verlusten der Landesstiftung eine völlig verfehlte Anlagestrategie vorgeworfen: „Wie schon bei der Landesbank, haben sich hier CSU-Größen als Zocker versucht und fatale Verluste aufgehäuft“, kritisierte Sepp Dürr, der die Grünen seit Beginn dieser Legislaturperiode im Stiftungsrat vertritt. So habe der Rechnungshof schon 1996 moniert, dass die Stiftung durch ihren hohen Anteil an Hypovereinsbank-Aktien ein extrem hohes Risiko eingegangen sei und eine Änderung der Anlagestrategie gefordert. „Wir Grünen haben wie schon bei den diversen Fonds der Staatsregierung immer wieder auf das Grundproblem dieses Konstrukts hingewiesen“, betont Sepp Dürr: „Wer Staatsvermögen sicher anlegen will, kann nicht gleichzeitig auf hohe Renditen spekulieren. Spätestens seit der Finanzkrise ist diese Erwartungshaltung nur noch blauäugig.“ 
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Kommunaler Finanzausgleich: Ärmel hochkrempeln statt Backen aufblasen

Die Landtagsgrünen haben die Staatsregierung aufgefordert, sich einer ernsthaften Debatte um die Zukunft des Kommunalen Finanzausgleichs zu stellen: „Die Peinlichkeiten um Söders Ausfall mit der Lex München dürfen nicht dazu führen, dass am jetzigen Verfahren mit all seinen Defiziten nicht mehr gerüttelt wird“, sagte die kommunalpolitische Sprecherin Christine Kamm. Sie kritisiert, dass die Staatsregierung nach wie vor nicht die vom Bayerischen Verfassungsgericht geforderte Transparenz beim Finanzausgleich herstellte. Nach wie vor dreht die Staatsregierung an den Stellschrauben des Finanzausgleichs, ohne die Auswirkungen auf die reichen und ärmeren Kommunen darzulegen, und verschlechtert hierdurch die Situation der ärmeren Landkreise weiter. Wie eine Schriftliche Anfrage der Grünen zu Tage gefördert habe, zeige die aktuelle Lage vieler Kommunen in Bayern massiven Handlungsbedarf. „Die Finanzsituation vieler Städte und Gemeinden in Bayern ist höchst besorgniserregend“, so Christine Kamm.

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Ihr Kontakt

Eike Hallitzky
Finanzpolitischer Sprecher
Tel: 089/4126-2542
Fax: 089/4126-1776
Email.: eike [dot] hallitzky [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Eike Hallitzky)