Der Umfang des Staatshaushalts beträgt in Bayern rund 43 Milliarden Euro. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn viele Ausgaben wurden bereits in einen Nachtragshaushalt verschoben und etliche absehbare Ausgaben wie z.B. Rückstellungen für Pensionen werden schlicht ignoriert. Aber auch inhaltlich ist der Haushalt weder sozial gerecht und noch vorsorgend: Schöne Überschriften können nicht darüber hinwegtäuschen, dass vor allem Bildung und Soziales keine Priorität hat.
Wie schlecht es um die finanzpolitische Fachlichkeit der Staatsregierung bestellt ist, zeigt vor allem der Skandal um die Bayerische Landesbank, zu dem wir den Blog Milliardengrab Landesbank eingerichtet haben.
Wir Grüne wollen die Bildungsausgaben erhöhen und in der Sozialpolitik die Vorsorge in den Vordergrund stellen. Alle staatlichen Ausgaben müssen ökonomisch sinnvoll sein und auf ihre langfristigen Folgekosten überprüft werden - das gilt auch für Investitionen. Staatliche Ausgaben müssen darüber hinaus auch ökologisch tragfähig sein: Gerade das aktuelle Beispiel der energetischen Gebäudesanierung, die bis zu 50 % Heizkosten einsparen kann, zeigt, dass ökologisches und ökonomisches Denken zusammen gehören.
Noch bis Ende März 2012 wird der Nachtragshaushalt 2012 beraten. Unsere Forderderungen dazu finden sich im Artikel Umschichten auf Grün und einen Zeitplan haben wir unter diesem Link vorbereitet. Die haushaltspolitische Sprecherin der Fraktion, Claudia Stamm, hat bei der Einbringungen des Nachtragshaushalts in den Landtag die nachfolgende Rede gehalten. In ihr kritisiert sie die Schönrednerei der Staatsregierung und zeigt die Punkte auf, die für einen nachhaltigen Haushalt geändert werden müssen.

