Rechtsextremismus

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Rechtsextremismus

Wir Grünen fordern seit Jahrzehnten ein konsequentes und nachhaltiges Eintreten gegen Neonazis, aber auch gegen antidemokratische Kultur und das Ausbreiten von Ungleichwertigkeitsvorstellungen in der bayerischen Politik und Bevölkerung. Denn unsere Demokratie ist nicht erst dann gefährdet, wenn Gewalttaten von Neonazis öffentliches Aufsehen erregen.

Unsere Gesellschaft befindet sich in einer Umbruchphase. Fast alle spüren, dass wir „so nicht weitermachen“ können, viele empfinden eine existentielle, soziale und kulturelle Bedrohung. Die Entwertung bisheriger Lebensmodelle, Demütigungs-, Ausgrenzungs-, und Abkoppelungserfahrungen und vor allem – das betrifft die Mittelschicht – diesbezügliche Befürchtungen führen zu Orientierungslosigkeit und Angst. Das Bedürfnis nach Sicherheit und vermeintlich einfachen, schnellen Lösungen wächst und damit die Gefahr des Rechtspopulismus.


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Aktuelles

Reden von Sepp Dürr und Susanna Tausendfreund im Rahmen der Plenarsitzung am 24.11.2011 zum Tagesordnungspunkt "Sachstand im Zusammenhang mit den Festnahmen von rechtsterroristischen Tätern in Thüringen und Sachsen und zur Bekämpfung des Rechtsextremismus":



NSU-Mordserie: Grüne arbeiten an Fragenkatalog

Untersuchungsausschuss ist offenbar die einzige Möglichkeit, auch in Bayern für Aufklärung zu sorgen

Zum Beschluss der SPD-Fraktion, einen Untersuchungsausschuss zur NSU-Mordserie in Bayern zu beantragen, erklärt Susanna Tausendfreund, innenpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen:„Wir begrüßen es sehr, dass nun auch die SPD die Notwendigkeit eines Untersuchungsausschusses zu den Neonazi-Morden in Bayern sieht. Ganz offensichtlich ist ein solches Instrument die einzige Möglichkeit, das Schweigen des Innenministers zu durchbrechen.

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NSU-Morde: Grüne fordern Aufklärung über neue Vorwürfe

Nach den Zeugenaussagen bayerischer Ermittlungsbeamter vor dem NSU-Untersuchungs-ausschuss des Bundestages haben die Grünen umgehend einen Bericht des bayerischen Innenministers eingefordert. „Ganz offenkundig ist die Aufklärung der Mordserie auch in Bayern durch gravierende Fehler in der Zusammenarbeit einzelner Behörden massiv behindert worden“, sagte die innenpolitische Sprecherin Susanna Tausendfreund.

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Podiumsdiskussion: Rassismus aus den Köpfen – Nazis aus den Stadien

Kaum jemand will wahrhaben, was längst alltägliche Realität ist: Rechtsextremisten wenden sich dem Fußball zu und versuchen, ihn für ihre Zwecke zu missbrauchen. Doch Funktionäre, Vereine und das bayerische Innenministerium wiegeln ab: Alles halb so schlimm, der Fußball sei unpolitisch, Rassismus, Sexismus und Homophobie harmlose Nebengeräusche der Fußballbegeisterung. Für die sportpolitische Sprecherin Simone Tolle eine Verharmlosung, die nicht hingenommen werden kann.

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Überfälliger Kurswechsel im Umgang mit NS-Schriften

Die Landtagsgrünen haben eine wissenschaftlich kommentierte Veröffentlichung von Nazi-Propaganda wie Hitlers „Mein Kampf“ als überfällig bezeichnet. „Die Staatsregierung hat sich bislang im Umgang mit historischen Nazi-Hetzschriften als völlig überfordert gezeigt“, sagte der kulturpolitische Sprecher Sepp Dürr. Anstatt endlich für einen verantwortlichen Umgang mit den Pamphleten zu sorgen und damit auch zur Entmystifizierung des braunen Gedankenguts beizutragen, habe gerade das Finanzministerium immer wieder auf eine kurzsichtige Verbotspolitik gesetzt.

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Grüne fordern Rückendeckung für zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechts

Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern Innenminister Herrmann nach der Vorstellung des bayerischen Verfassungsschutzberichts auf, seinen Extremismusbegriff neu zu überdenken. „Das grundsätzliche Misstrauen gegen zivilgesellschaftliches Engagement aus Angst vor einer linksextremistischen Unterwanderung ist falsch und ideologisch geprägt“, erklärt die innenpolitische Sprecherin Susanna Tausendfreund, die kritisiert, dass das Antifaschistische Informations- und Dokumentationsarchiv a.i.d.a. nach wie vor im Verfassungsschutzbericht erwähnt und in die linksextremistische Ecke gestellt wird.

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Grüne fordern vollständige Abschaltung von V-Leuten

Die Landtagsgrünen haben den Kurswechsel von Innenminister Herrmann im Umgang mit V-Leuten bei der NPD als überfällig begrüßt: „Es ist höchste Zeit, dass Bayern den erneuten Anlauf für ein NPD-Verbot nicht länger durch sein stures Festhalten an den umstrittenen V-Leuten blockiert“, sagte die innenpolitische Sprecherin Susanna Tausendfreund. Nun müsse allerdings dafür gesorgt werden, alle V-Leute abzuschalten, die die Entscheidungen der Partei dominieren und sich nicht nur auf Bundes- und Landesvorstände zu beschränken: „Ein zweites NPD-Verbotsfahren darf unter keinen Umständen an die Wand gefahren werden“, fordert Susanna Tausendfreund.

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Nachdruck von NS-Schriften: CSU und FDP lehnen grüne Forderung nach Freigabe ab

Im Hochschulausschuss lehnten die Vertreter der Regierungsfraktionen von CSU und FDP und der Freien Wähler einen Antrag der Grünen zur Freigabe von wissenschaftlich kommentierten  Nachdrucken von NS-Schriften ab. Dabei sprechen gute Gründe für die grüne Forderung, jetzt aktiv zu werden und seriöse Veröffentlichungen von NS-Machwerken seitens des Staates konstruktiv zu begleiten, statt weiter auf Verbote zu setzen und unvorbereitet zu sein, wenn 2015 der Urheberrechtsschutz des Freistaats ausläuft: Auf einer von den Grünen initiierten Landtagsanhörung Mitte 2010 waren sich die geladenen Experten weitgehend einig, dass ein Verbot hinsichtlich Didaktik, Wirkung und Politischer Bildung kontraproduktiv ist.

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Rechte Gefahr unterschätzt: Warum haben die Sicherheitsbehörden das terroristische Potenzial der braunen Szene verkannt?

 Die Fülle der Schriftlichen Anfragen war erforderlich geworden, da die Staatsregierung die Aufklärung im Parlament mit einem pauschalen Hinweis auf die Ermittlungen des Generalbundesanwalts zurückwies. Die Staatsregierung hat diese Anfragen zwischenzeitlich beantwortet und auf unseren Druck hin im Innenausschuss einen Zwischenbericht zu den Ermittlungen bei den Neonazi-Morden geliefert.

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NSU-Mordserie: Herrmann muss umfassend aufklären

Die Landtagsgrünen haben Innenminister Herrmann aufgefordert, in der morgigen Sitzung des Innenausschusses umfassend über den derzeitigen Ermittlungsstand zur Mordserie der rechten Terrorzelle NSU in Bayern zu berichten. Die Fraktion drängt seit Monaten auf einen öffentlichen Bericht zum bislang vorliegenden Sachstand. „Bislang gibt es keinerlei Antwort auf die Frage, warum Bayern in dem Maße Schauplatz dieser schrecklichen Mordserie geworden ist und warum die Behörden über Jahre hinweg den ausländerfeindlichen Hintergrund der Taten nicht erkannt haben“, sagte die innenpolitische Sprecherin Susanna Tausendfreund. Stattdessen sei in der rechten Szene Bayerns seit der Aufdeckung der Neonazi-Morde eine unerträgliche Triumph-Haltung erkennbar, Menschen, die sich seit Jahren gegen rechte Umtriebe in Bayern engagierten, würden dagegen verstärkt attackiert. „Gerade deshalb brauchen wir endlich Ermittlungsergebnisse und ein deutliches Signal, dass die bayerischen Behörden sich nicht von braunen Gewalttätern verhöhnen lassen müssen“, forderte die grüne Innenexpertin.

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Zivilgesellschaft im Kampf gegen Rechts stärken

Die Landtagsgrünen haben für den Nachtragshaushalt 2012 eine deutliche Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements gegen Rechts gefordert. „Die Auseinandersetzung mit rechter Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die kontinuierlich von allen politischen Ebenen und gesellschaftlichen Gruppen zu leisten ist“, sagte Sepp Dürr, Sprecher für Strategien gegen Rechts.

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Ihr Kontakt

Dr. Sepp Dürr
Kultur- und forschungspolitischer Sprecher
Tel: 089/4126-2733
Fax: 089/4126-1494
Email.: sepp [dot] duerr [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Dr. Sepp Dürr)

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