25. Juli 2017

Unter dem G9 steckt das alte G8

München (25.7.2017/hla).  „Zu kurz gesprungen“ ist in den Augen des bildungspolitischen Sprechers der Landtags-Grünen, Thomas Gehring, CSU-Kultusminister Spaenle bei der Planung des künftigen neunjährigen Gymnasiums. „Hier fehlte der Mut zu einer echten und längst überfälligen inhaltlichen Reform“, kritisiert Thomas Gehring, der zwei zentrale Webfehler ausmacht: „Von der fünften bis zur zehnten Klasse bleibt strukturell und inhaltlich alles beim Alten. Die Kinder lernen also erstmal weiter wie bisher – unter dem G9 steckt bis zur zehnten Klasse das alte G8. Erst dann gehen sie mit der Qualifizierungsklasse elf einen neuen Weg, der denen versperrt bleibt, die schneller zum Abitur kommen wollen.“

Kritisch sieht Thomas Gehring auch die daraus resultierenden langen Übergangsfristen. „Die heutigen Fünftklässler werden von den zusätzlichen Angeboten des G9 – mehr politischer Bildung, Informatik für alle – nicht mehr profitieren. Wir haben also quasi sieben verlorene Jahrgänge, bis endlich neue Inhalte unterrichtet werden an Bayerns Gymnasien“, rechnet Thomas Gehring vor. Auf der Suche nach einem möglichst breiten Konsens mit allen gymnasialen Verbänden habe Minister Spaenle fälschlich den Weg des geringsten Widerstands gesucht. Thomas Gehring: „Das Ergebnis ist nicht zufriedenstellend.“

Thomas Gehring
Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Bildungspolitik, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
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