Die Grünen im Bayerischen Landtag freuen sich, dass ihre Forderung, die Bilanz über Einnahmen und Ausgaben von Studiengebühren am Studienjahr und nicht am Kalenderjahr zu orientieren, endlich umgesetzt wird. Nach Auskunft des Wissenschaftsministeriums heute im Hochschulausschuss müssen die Hochschulen jetzt zu jedem Ende eines Wintersemesters eine nachvollziehbare Aufstellung vorlegen.
„Wir begrüßen es, dass nun auch die CSU-Fraktion unsere Initiative für mehr Transparenz bei der Verwendung der Studiengebühren unterstützt“, erklärt die hochschulpolitische Sprecherin Ulrike Gote. Die Landtagsgrünen hatten schon vor über einem Jahr eine semesterweise Berichterstattung über konkrete Verwendung der Studiengebühren bezüglich Funktion und Zweck gefordert. „Für eine verlässliche Qualitätssicherung im Sinne der Studierenden ist eine nachvollziehbare und transparente Aufstellung unabdingbar.“ So werde auch viel klarer, inwieweit das Geld überhaupt benötigt werde. Eine Hortung der Studiengebühren, wie bisher teilweise geschehen, soll damit vermieden werden. „Die bisherigen Darlegungen haben nicht zu Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Verwendung der Studiengebühren beigetragen, sondern vielmehr die tatsächliche Finanzlage der Hochschulen verschleiert.“
Die Landtagsgrünen bleiben bei ihrer kritischen Haltung gegenüber den Studiengebühren. Ulrike Gote: „Die Studiengebühren sind ungerecht, unsozial und schrecken die Studierenden von einem Hochschulabschluss ab. Damit den bayerischen Hochschulen nicht noch mehr Potenzial verloren geht, fordern wir die sofortige Abschaffung der Studiengebühren.“
