München (bea). Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern die Staatsregierung auf, den Freistaat komplett zur gentechnikfreien Zone zu machen. "Die Staatsregierung tut so, als ob Bayern mit dem Anbauverbot von MON810 völlig gentechnikfrei ist – das ist falsch", erklärt der Fraktionsvorsitzende Sepp Daxenberger. Denn für Düllstadt bei Schwarzach am Main (Landkreis Kitzingen) seien bereits zwei Versuchsreihen der Firma Monsanto für gentechnisch veränderten Mais angemeldet. "Und für vier BASF-Versuchsreihen mit gentechnisch veränderten Kartoffeln in Möttingen im Landkreis Donau-Ries bestehen bereits dank des damaligen Bundeslandwirtschaftsministers Seehofer Genehmigungen, ebenso für eine Versuchsreihe von Pioneer in Hohenfeld im Landkreis Kitzingen mit Gen-Mais. Wenn Umweltminister Söder vollmundig ankündigt, Bayern wird gentechnikanbaufrei, dann soll er uns Auskunft geben, was mit den nach wie vor bestehenden Freisetzungsversuchen mit gentechnisch veränderten Mais- und Kartoffelsorten passieren soll." Söder habe sich dafür ausgesprochen, dass künftig Forschung an gentechnisch veränderten Sorten nur noch in Gewächshäuser betrieben werden soll. "Dann muss er auch entsprechend handeln – über das Naturschutzrecht hätte der Freistaat hierzu die Möglichkeit."
Bei den Genkartoffeln in Möttingen handele es sich um eine andere Sorte als die Genkartoffel Amflora, deren Anbau Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner prüfen will. Sepp Daxenberger: "Natürlich begrüßen wir diese Überprüfung und noch mehr ein daraus vielleicht resultierendes Verbot, aber diese Einzelentscheidungen reichen nicht aus, um Bayern gentechnikfrei zu machen." Alle Freisetzungsversuche müssten beendet oder nur noch unter Glas fortgeführt werden. Außerdem solle sich Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass weitere Genpflanzen gar nicht erst zugelassen werden.
München (bea). Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern die Staatsregierung auf, den Freistaat komplett zur gentechnikfreien Zone zu machen. "Die Staatsregierung tut so, als ob Bayern mit dem Anbauverbot von MON810 völlig gentechnikfrei ist – das ist falsch", erklärt der Fraktionsvorsitzende Sepp Daxenberger. Denn für Düllstadt bei Schwarzach am Main (Landkreis Kitzingen) seien bereits zwei Versuchsreihen der Firma Monsanto für gentechnisch veränderten Mais angemeldet. "Und für vier BASF-Versuchsreihen mit gentechnisch veränderten Kartoffeln in Möttingen im Landkreis Donau-Ries bestehen bereits dank des damaligen Bundeslandwirtschaftsministers Seehofer Genehmigungen, ebenso für eine Versuchsreihe von Pioneer in Hohenfeld im Landkreis Kitzingen mit Gen-Mais. Wenn Umweltminister Söder vollmundig ankündigt, Bayern wird gentechnikanbaufrei, dann soll er uns Auskunft geben, was mit den nach wie vor bestehenden Freisetzungsversuchen mit gentechnisch veränderten Mais- und Kartoffelsorten passieren soll." Söder habe sich dafür ausgesprochen, dass künftig Forschung an gentechnisch veränderten Sorten nur noch in Gewächshäuser betrieben werden soll. "Dann muss er auch entsprechend handeln – über das Naturschutzrecht hätte der Freistaat hierzu die Möglichkeit."
Bei den Genkartoffeln in Möttingen handele es sich um eine andere Sorte als die Genkartoffel Amflora, deren Anbau Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner prüfen will. Sepp Daxenberger: "Natürlich begrüßen wir diese Überprüfung und noch mehr ein daraus vielleicht resultierendes Verbot, aber diese Einzelentscheidungen reichen nicht aus, um Bayern gentechnikfrei zu machen." Alle Freisetzungsversuche müssten beendet oder nur noch unter Glas fortgeführt werden. Außerdem solle sich Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass weitere Genpflanzen gar nicht erst zugelassen werden.