(inkl. Download der Vorträge)
| 17.30 Uhr | Blinde Musiker München | |
| Renate Ackermann | MdL, sozialpolitische Sprecherin | Eröffnung |
| Irmgard Badura | Behindertenbeauftragte Bayern |
|
| Ottmar Miles-Paul | Behindertenbeauftragter Rheinland-Pfalz | |
| Klaus Lachwitz | Präsident Inclusion International / Geschäftsführer Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. | |
| Filmausschnitt "Die kleinen Momente des Lebens" | ||
| ab 19 Uhr | Eröffnung des Buffets im Steinernen Saal des Landtags | |
| Ausstellung Künstlerwerkstatt Groupe Smirage |
Die Abschlussveranstaltung unserer elfteiligen Fachgesprächsreihe 'Einfach Mittendrin – Die Rechte behinderter Menschen stärken' war ein voller Erfolg. Unter dem Motto 'Bayern inklusiv' hat die grüne Landtagsfraktion am 15. April 2011 zu einem großen Empfang für Menschen mit Behinderungen und ihre Verbände und Organisationen in das Maximilianeum eingeladen. Mit 260 angemeldeten Gästen war die Veranstaltung restlos ausgebucht.
Inhaltlich ging es in einer Podiumsveranstaltung im Senatssaal des Landtags darum, zwei Jahre nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention eine erste kritische Zwischenbilanz zum Stand der Umsetzung in Bayern und in der gesamten Bundesrepublik zu ziehen. Hierzu haben wir prominente und kompetente Gäste eingeladen.
Klaus Lachwitz, Präsident des Weltverbandes für Menschen mit geistiger Behinderung 'Inclusion International' und Geschäftsführer der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V., ist einer der profiliertesten bundesdeutschen Vorkämpfer für die Rechte behinderter Menschen. Als erster deutscher Präsident von Inclusion International war er selbst an der Ausarbeitung der UN-Behindertenrechtskonvention in New York beteiligt. Für ihn ist die UN-Konvention eine wahre Schatztruhe auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft ohne Barrieren: "Mit diesem wertvollen Dokument werden Menschen mit Behinderung weltweit wahrgenommen".
Ottmar Miles-Paul, Behindertenbeauftragter in Rheinland-Pfalz, kommt selbst aus der Behindertenbewegung für ein Selbstbestimmtes Leben. Rheinland-Pfalz hat als erstes deutsches Bundesland bereits im März 2010 einen eigenen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorgelegt. Dort sind knapp 200 Maßnahmen aus den verschiedenen Feldern der Landespolitik gebündelt. Rheinland-Pfalz hat ebenfalls bereits eine staatliche Anlaufstelle für die Durchführung und Überwachung der Konvention eingerichtet und eine regelmäßige Berichterstattung über die Fortschritte für Menschen mit Behinderung beschlossen.
Das wir von diesen konkreten Umsetzungsschritten in Bayern noch weit entfernt sind, wurde in dem Beitrag von Irmgard Badura, der bayerischen Behindertenbeauftragten, deutlich. Die Staatsregierung will zwei Jahre nach Ratifizierung der UN-Konvention zwar demnächst endlich einen eigenen Aktionsplan vorlegen. Dieser Aktionsplan wurde bisher jedoch hinter verschlossenen Türen erarbeitet und noch nicht mit den Verbänden und Initiativen der Menschen mit Behinderung abgestimmt.
Margarete Bause, die grünen Fraktionsvorsitzende, forderte in ihrem Grußwort den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer dazu auf, Inklusion zur Chefsache zu erklären und die Verantwortung für die Umsetzung der UN-Konvention direkt bei der Staatskanzlei anzusiedeln. "Darüber hinaus fordern wir die Einrichtung eines bayerischen Inklusionsrates, um die Behindertenselbsthilfe und die Trägerverbände in der Behindertenhilfe aktiv an der Umsetzung der Konvention zu beteiligen", erklärte die grüne Fraktionsvorsitzende.
Für den passenden künstlerischen Rahmen der Veranstaltung sorgten die Blinden Musiker aus München, die vor allem für ihre A Capella Nummern am Schluss vom Publikum gefeiert wurden. Auch die Theatergruppe Rampenlicht der Diakonie Neudettelsau sorgte mit ihrem Stück 'Die kleinen und die großen Leute von Swabedoo' für Begeisterung. Rampenlicht versteht sich als ein inklusives Theaterangebot für Menschen mit und ohne Behinderung. Die behinderten Künstler des Ateliers Groupe Smirage der Stiftung Pfennigparade präsentierten im Kreuzgang des Landtags eine .eindrucksvolle Gemäldeausstellung. Für die gelungene kulinarische Begleitung und ein hervorragendes Buffet sorgte das inklusive Team der Integrationsfirma 'cooperative beschützende arbeitsstätten cba e.V'. Die cba betreibt bereits seit Jahren erfolgreich das Restaurant CONVIVA im Blauen Haus der Münchener Kammerspielen.
Die gelungene Mischung aus Kultur, Politik und Kommunikation kam beim Publikum gut an. Zahlreiche Gäste baten die grüne Fraktion die Reihe in anderer Form fortzusetzen.
Weitere Informationen:
(inkl. Download der Vorträge)
| 17.30 Uhr | Blinde Musiker München | |
| Renate Ackermann | MdL, sozialpolitische Sprecherin | Eröffnung |
| Irmgard Badura | Behindertenbeauftragte Bayern |
Grußwort |
| Ottmar Miles-Paul | Behindertenbeauftragter Rheinland-Pfalz | |
| Klaus Lachwitz | Präsident Inclusion International / Geschäftsführer Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. | |
| Filmausschnitt "Die kleinen Momente des Lebens" | ||
| ab 19 Uhr | Eröffnung des Buffets im Steinernen Saal des Landtags | |
| Ausstellung Künstlerwerkstatt Groupe Smirage |
Die Abschlussveranstaltung unserer elfteiligen Fachgesprächsreihe 'Einfach Mittendrin – Die Rechte behinderter Menschen stärken' war ein voller Erfolg. Unter dem Motto 'Bayern inklusiv' hat die grüne Landtagsfraktion am 15. April 2011 zu einem großen Empfang für Menschen mit Behinderungen und ihre Verbände und Organisationen in das Maximilianeum eingeladen. Mit 260 angemeldeten Gästen war die Veranstaltung restlos ausgebucht.
Inhaltlich ging es in einer Podiumsveranstaltung im Senatssaal des Landtags darum, zwei Jahre nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention eine erste kritische Zwischenbilanz zum Stand der Umsetzung in Bayern und in der gesamten Bundesrepublik zu ziehen. Hierzu haben wir prominente und kompetente Gäste eingeladen.
Klaus Lachwitz, Präsident des Weltverbandes für Menschen mit geistiger Behinderung 'Inclusion International' und Geschäftsführer der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V., ist einer der profiliertesten bundesdeutschen Vorkämpfer für die Rechte behinderter Menschen. Als erster deutscher Präsident von Inclusion International war er selbst an der Ausarbeitung der UN-Behindertenrechtskonvention in New York beteiligt. Für ihn ist die UN-Konvention eine wahre Schatztruhe auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft ohne Barrieren: "Mit diesem wertvollen Dokument werden Menschen mit Behinderung weltweit wahrgenommen".
Ottmar Miles-Paul, Behindertenbeauftragter in Rheinland-Pfalz, kommt selbst aus der Behindertenbewegung für ein Selbstbestimmtes Leben. Rheinland-Pfalz hat als erstes deutsches Bundesland bereits im März 2010 einen eigenen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorgelegt. Dort sind knapp 200 Maßnahmen aus den verschiedenen Feldern der Landespolitik gebündelt. Rheinland-Pfalz hat ebenfalls bereits eine staatliche Anlaufstelle für die Durchführung und Überwachung der Konvention eingerichtet und eine regelmäßige Berichterstattung über die Fortschritte für Menschen mit Behinderung beschlossen.
Das wir von diesen konkreten Umsetzungsschritten in Bayern noch weit entfernt sind, wurde in dem Beitrag von Irmgard Badura, der bayerischen Behindertenbeauftragten, deutlich. Die Staatsregierung will zwei Jahre nach Ratifizierung der UN-Konvention zwar demnächst endlich einen eigenen Aktionsplan vorlegen. Dieser Aktionsplan wurde bisher jedoch hinter verschlossenen Türen erarbeitet und noch nicht mit den Verbänden und Initiativen der Menschen mit Behinderung abgestimmt.
Margarete Bause, die grünen Fraktionsvorsitzende, forderte in ihrem Grußwort den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer dazu auf, Inklusion zur Chefsache zu erklären und die Verantwortung für die Umsetzung der UN-Konvention direkt bei der Staatskanzlei anzusiedeln. "Darüber hinaus fordern wir die Einrichtung eines bayerischen Inklusionsrates, um die Behindertenselbsthilfe und die Trägerverbände in der Behindertenhilfe aktiv an der Umsetzung der Konvention zu beteiligen", erklärte die grüne Fraktionsvorsitzende.
Für den passenden künstlerischen Rahmen der Veranstaltung sorgten die Blinden Musiker aus München, die vor allem für ihre A Capella Nummern am Schluss vom Publikum gefeiert wurden. Auch die Theatergruppe Rampenlicht der Diakonie Neudettelsau sorgte mit ihrem Stück 'Die kleinen und die großen Leute von Swabedoo' für Begeisterung. Rampenlicht versteht sich als ein inklusives Theaterangebot für Menschen mit und ohne Behinderung. Die behinderten Künstler des Ateliers Groupe Smirage der Stiftung Pfennigparade präsentierten im Kreuzgang des Landtags eine .eindrucksvolle Gemäldeausstellung. Für die gelungene kulinarische Begleitung und ein hervorragendes Buffet sorgte das inklusive Team der Integrationsfirma 'cooperative beschützende arbeitsstätten cba e.V'. Die cba betreibt bereits seit Jahren erfolgreich das Restaurant CONVIVA im Blauen Haus der Münchener Kammerspielen.
Die gelungene Mischung aus Kultur, Politik und Kommunikation kam beim Publikum gut an. Zahlreiche Gäste baten die grüne Fraktion die Reihe in anderer Form fortzusetzen.
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