In einem Antrag fordern die Grünen, dass Bayern ein Biodiversitätskonzept erstellt zum Erhalt der bayerischen regionalen Artenvielfalt. Fachliche Grundlage für das Konzept soll die aktuelle Erfassung der Artenvielfalt in Bayern sein.
Das Bundeskabinett hat die "Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt" beschlossen, die für den Artenschutz Ziele setze. Die einzelnen Bundesländer müssen selbständig aktiv werden. Zum Beispiel hat das Saarland die saarländische Naturschutzstrategie im Mai 2007 auf den Weg gebracht. Ein Flächenland wie Bayern sollte folgen; denn hier gibt es sehr viele Arten und Lebensräume von hoher naturschutzfachlicher Bedeutung.
Biodiversität ist nicht nur aus Gründen der Ökologie notwendig, sondern sie ist ein ökonomischer Faktor, der gesichert werden müsse, insbesondere wegen der Veränderung der Artenzusammensetzung und wegen des Klimawandels. Biodiversität muss bei den anstehenden Entscheidungen und Gesetzesänderungen, sei es Verkehrspolitik, Forst- und Landwirtschaftspolitik oder Regionalplanung eine Rolle spielen. Die Gesetze müssen die Artenvielfalt gewährleisten und den Artenschwund stoppen.
Vom 19. bis 30. Mai 2008 findet die internationale Biodiversitätskonferenz in Bonn statt. Bayern stände gut da, wenn es mit einer eigenen regionalen bayerischen Strategie und einem Konzept auf dem Kongress auftreten könnte.