07. April 2017

Zustimmung unseres Antrags: Keine Ausnahmen für hormonwirksame Stoffe bei Pestiziden

Hormonwirksame Stoffe sind selbst in geringsten Konzentrationen nicht nur für den Menschen gefährlich, sie greifen auch massiv in Ökosysteme ein. Deswegen gelten für diese Stoffe europaweit sehr hohe Zulassungshürden. Gegen eine Aufweichung dieser Beschränkungen, zugunsten von Pestiziden, wendet sich ein grüner Antrag, der im Agrarausschuss bei allen Fraktionen Zustimmung fand.

Einen seltenen Erfolg konnten die Grünen mit einem Antrag zum restriktiven Umgang mit hormonell wirksamen Pflanzengiften im Agrarausschuss erzielen. Alle Fraktionen waren sich einig, dass die Ausnahmen zugunsten bestimmter Pestizide, bei denen diese hormonelle Wirkung nachgewiesen wurde, nicht akzeptabel sind. Die EU-Kommission ringt derzeit um einen Vorschlag wie mit hormonell wirksamen Pestiziden umgegangen werden soll und die Pestizidkonzerne üben erheblichen Druck aus, um eine Lockerung zu erreichen. Diese Pestizide sind aber alles andere als harmlos. Bei Fischen konnten bereits massive Schädigungen nachgewiesen werden.


„Es ist schön, dass vom bayerischen Landtag ein Signal ausgeht, den Schutz der Verbraucher und der Umwelt nicht zu verwässern. Hoffentlich nimmt auch der Bundesagrarminister dieses Votum aus Bayern war und warnt die EU-Kommission vor einer Verwässerung des Verbraucher- und Umweltschutzes.“ so die agrarpolitische Sprecherin Gisela Sengl.

Zum Antrag

Gisela Sengl
Sprecherin für Agrarpolitik, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Tel: 089/4126-2542
Fax: 089/4126-1135
Email.: gisela [dot] sengl [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Gisela Sengl)