13. März 2017

Große Chance für bayerische Landwirtschaft: Neuaufteilung EU-Agrargelder: Mehr Tierschutz, Weidehaltung und umweltgerechte Produktionsweisen

München (13.3.2017/lmo). „Ein Schritt in die richtige Richtung und eine große Chance“ nennt die agrarpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Gisela Sengl, die vom Bundesrat beschlossene neue Aufteilung der EU-Agrargelder.

Die Äußerung von CSU-Agrarminister Brunner, „nicht zumutbare Einkommenskürzung“, sei schlichtweg nicht zutreffend. Dem bayerischen Durchschnittsbetrieb mit 35 Hektar würde durch die Umschichtung nicht einmal 200 Euro entfallen. „Da hat die Milchpreiskrise –  unter anderem verursacht durch die verfehlte Agrarpolitik von CSU und Bauernverband – viel größere Löcher gerissen.“

Die bayerischen Bäuerinnen und Bauern könnten nun durch aktives Gestalten ihres Betriebs mehr Geld für Tierschutz, Weidehaltung und umweltgerechte Produktionsweisen erhalten. „Die Umschichtung von künftig sechs Prozent statt 4,5 Prozent der EU-Gelder in die zweite Säule liegt zwar unter den grünen Forderungen von 15 Prozent, ist aber dennoch eine große Chance für die bayerischen Bäuerinnen und Bauern“, so Gisela Sengl, und fordert, im Rahmen der Halbzeitbewertung der EU-Agrarpolitik, umzusteuern und mehr öffentliche Gelder auch an öffentliche Leistungen zu binden. „Steuergelder dürfen nicht nur Grundbesitz subventionieren, sondern müssen die Anstrengungen der Bäuerinnen und Bauern beim Umwelt-, Klima- und Tierschutz unterstützen.“

Gisela Sengl
Sprecherin für Agrarpolitik, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende
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