Die Grünen im Bayerischen Landtag warnen vor einer „Vermaisung“ der bayerischen Landschaft. „Aufgrund des Biogas-Booms werden immer mehr ökologisch sinnvolle Grünlandflächen zu Mais-Monokulturen umgebrochen“, erklärt der agrarpolitische Sprecher Adi Sprinkart. Nach Angaben des bayerischen Landesamtes für Statistik wurden im Freistaat im laufenden Jahr bisher 525.200 ha Silo- und Körnermais angebaut – im gesamten Vorjahr waren es noch 495.500 ha. „Momentan werden umgerechnet täglich rund 80 ha Mais neu angebaut – das entspricht ca. hundert Fußballfeldern.“ Die Landtagsgrünen fordern den Verbot des Grünlandumbruchs und verweisen hier auf Baden-Württemberg, wo seit Anfang Juli ein generelles „Umbruchverbot“ gilt.
Adi Sprinkart: „Ein konsequenter Schutz des Grünlands dient nicht nur der Landwirtschaft, sondern auch dem Natur- und Klimaschutz.“ Ein Hektar geschütztes Dauergrünland biete nach Expertenmeinung ein jährliches Einsparpotenzial von rund zehn Tonnen Kohlendioxid.
(bea)
