Die Gentechnik ist das Paradigma der technologisierten Forschung im 21. Jahrhundert. Wissenschaftliche Grundlagenforschung, technische Anwendung und wirtschaftliche Nutzung lassen sich dabei nicht mehr scharf trennen. Längst werden gentechnisch veränderte Kulturpflanzen in der Landwirtschaft eingesetzt. Die Entwicklungen in der Biotechnologie werfen neue ethische Fragestellungen auf, die bisher nicht ausreichend zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft bzw. in der Wissenschaft selbst diskutiert werden. Oft stehen sie hinter wirtschaftlichen Interessen oder dem unreflektierten Selbstverständnis der Forschenden zurück oder werden auf Ethikgremien ausgelagert.
Gesellschaft und Gesetzgeber sind gemeinsam aufgefordert, sich mit den Chancen und Risiken der Gentechnik auseinanderzusetzen. Dazu gehört die Verantwortbarkeit von Experimenten zu prüfen. Die Forschung muss sich der Frage stellen, ob die Mehrheit der Gesellschaft eine umfassende Technisierung und Vermarktung von Lebensprozessen begrüßt. Forschungspolitik darf nicht länger rein technologieorientiert, sondern muss lösungsorientiert fördern.
Diskutieren Sie mit uns, wie die Freiheit der Forschung in Verantwortung gelingen kann, wie ethische Leitbilder und rechtliche Normierungen aus der Mitte der Gesellschaft und den Fachwissenschaften selbst entwickelt werden können und wo mögliche Grenzen der Gentechnik liegen.
Es diskutieren (Achtung, Programmänderung):
| Dr. Sepp Dürr, forschungspolitischer Sprecher |
| Prof. Dr. Ralph Hückelhoven, Lehrstuhl für Phytopathologie, Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt, TU München |
| Prof. Dr. Markus Vogt, Lehrstuhl für Christliche Sozialethik, LMU München |
| Moderation: Beatrice Lugger, Wissenschaftsjournalistin und Diplom-Chemikerin |
| Anschließend: Stehempfang im Steinernen Saal |
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