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München (17.05.2006/hcl). Die grünen Fraktionsvorsitzenden Margarete Bause und Sepp Dürr haben heute gemeinsam mit der hochschulpolitischen Sprecherin Ulrike Gote vor der Münchner Universität gegen die drohende Einführung von Studiengebühren protestiert. "Studiengebühren entscheiden, wer künftig Zugang zu Bildung erhält", sagt Ulrike Gote. Die CSU-Mehrheit im Landtag will in dieser Woche beschließen, dass die bayerischen Studierenden künftig mit 500 Euro pro Semester zur Kasse gebeten werden. "Die CSU schließt damit viele Studierende aus", befürchtet Ulrike Gote. Studierende, die ihr Studium selbst finanzieren müssen oder die aus kinderreichen oder einkommensschwachen Familien kommen, seien besonders gefährdet. Damit würde eine Entwicklung verstärkt, die sich schon in den vergangenen zwanzig Jahren beobachten lässt: Der Anteil der Studierenden, die aus sozial schwachen Familien stammt, sinkt kontinuierlich. "Studiengebühren räumen die Bildungschancen dieser Gruppe von Studierenden weiter ab", kritisiert Ulrike Gote. Mit überdimensionalen Kegeln, die von einem Edmund Stoiber-Double mit seiner schwarzen Gebührenkugel aus der universitären Laufbahn gekegelt werden, haben die Grünen diese Gefahr deutlich gemacht. In einer Wissensgesellschaft sei es kontraproduktiv, die Förderung der wichtigsten Ressource mit Studiengebühren zu behindern, betonten die Grünen.