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Die Landtagsgrünen setzen sich für ein gentechnik freies Bayern ein. Die ökologischen Folgen von Manipulationen am pflanzlichen Erbgut sind unkontrollierbar. Der Erprobungsanbau im Freistaat hat gezeigt, dass die Risiken der Agrogentechnik wesentlich größer sind, als von der CSU bislang immer propagiert. Ein Nebeneinander von Bauern, die gentechnikfrei produzieren und Bauern, die gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen, ist nahezu unmöglich. Die Landtagsgrünen fordern daher von der bayerischen Staatsregierung, ihre neuerdings propagierten "grünen" Ankündigungen im Umgang mit der Agrogentechnik schleunigst umzusetzen. Dazu zählt die Entscheidungsfreiheit der einzelnen Länder über den Anbau von Gentechnik-Pflanzen und die Regelungen der Abstandflächen, Reduzierung der staatlichen Freilandversuchsflächen und die Unterbringung der GVO-Pflanzen in Gewächshäusern. Außerdem auf der EU-Ebene ein Stopp des Inverkehrbringens von neuen gentechnisch veränderten Organismen und zu guter Letzt, die Ankündigung durch Umweltminister Söder Anfang September, dass Bayern Mitglied im Netzwerk der gentechnikfreien Regionen Europas werden solle. Nun müssen Taten folgen und die zeichnen sich noch nicht ab. Bisher neigt die Staatsregierung weiter dazu, die Verantwortung im Handeln auf die EU- oder Bundestagsebene abzuschieben. Auch das "Gipfeltreffen" mit gentechnikfreien Regionen war bislang eine reine Söder-Schaufenster-Aktion, der Ministerrat hat dazu noch keine Beschlüsse gefasst.

