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14. Januar 2010

Neue Genmaisversuche in Unterfranken geplant

Pioneer will Anbau in Kitzingen ausweiten – Grüne fordern Söder zum Handeln auf

München/Schweinfurt (sip). Der amerikanische Saatgutkonzern Pioneer will seine Freisetzungsversuche mit Genmais im unterfränkischen Landkreis Kitzingen ausweiten. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bekannt gegeben hat, sollen auf 1,5 Hektar Fläche neue gentechnisch manipulierte Maislinien angebaut werden. Damit will der Konzern die bereits bestehende Genehmigung für Genmaisversuche am Standort Kitzingen, die noch bis 2011 gilt, nicht nur auf weitere Sorten ausdehnen, sondern die Dauer der Freisetzung auch bis 2014 verlängern. Die Landtagsgrünen, die sich derzeit auf Winterklausur in Unterfranken befinden, kritisierten die Pläne von Pioneer scharf: "Experimente unter freiem Himmel mit gentechnisch veränderten Pflanzen sind ein unverantwortliches Risiko für Natur und Umwelt", sagte der Fraktionsvorsitzende Sepp Daxenberger.

Noch im vergangenen Jahr hatte Pioneer trotz bestehender Genehmigung auf den Anbau von GVO am Standort Kitzingen verzichtet. "Doch ganz offensichtlich fühlt sich die Saatgutindustrie durch den gentechnikfreundlichen Kurs der neuen schwarz-gelben Bundesregierung wieder ermutigt, den Gentechnikanbau zu forcieren. Damit zeigt sich, dass der angebliche Schwenk der CSU hin zu einem gentechnikfreien Bayern nichts anderes war als ein Wahlkampfmanöver." Insbesondere Umweltminister Söder habe noch vor wenigen Monaten zugesichert, dass Freisetzungsversuche in Bayern nur noch unter Glas statt finden sollen. Sepp Daxenberger: "Wir wollen vom Minister dringend wissen, was aus diesem Versprechen geworden ist. Söder muss jetzt Farbe bekennen und klar stellen, dass in Kitzingen keine Genmaisversuche unter freiem Himmel statt finden dürfen."

 

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