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Gleichstellung und Beruf
In Bayern ist die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt noch immer nicht erreicht – auch nicht im Öffentlichen Dienst. Die Landtagsgrünen haben deshalb 2006 eine weit reichende Novellierung des Gleichstellungsgesetztes (BayGlG) vorgelegt, die eine unbefristete Fortschreibung sowie einschlägige Kontrollmechanismen und Kontrollebefugnisse festschreibt. Wir wollen Frauen- und Gleichstellungspolitik als Querschnittspolitik konsequent durchführen und stehen für eine verbindliche Implementierung von Gender Mainstreaming. Bei allen politischen Entscheidungen und Maßnahmen in Bayern sind die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Frauen und Männern zu berücksichtigen und Benachteiligungen systematisch abzubauen. Die Grünen wollen gleiche Macht-, Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten für Frauen und Männer. Frauen sollen ihre Bildungserfolge und Potenziale auch im Arbeitsleben sichtbar einbringen können.
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Frauen – Technik – Bildung
Wir beschäftigen uns mit den Fragen: Warum der Frauenanteil in Deutschland in Ingenieurberufen und in der technischen Forschung und Entwicklung - trotz gut ausgebildeter Frauen so gering ausfällt? Was muss sich ändern, welche Initiativen bringen uns weiter? Wie kann Begeisterung für technische und naturwissenschaftliche Themen – insbesondere bei Mädchen und jungen Frauen - geweckt und aufgezeigt werden. Wir wollen an der niedrigen Repräsentanz von Frauen in technischen Berufen rütteln und politische Forderungen formulieren, die einen sinnvollen Beitrag leisten, die berufliche Ein- und Aufstiegssituation von Frauen in der Technik zu verbessern.
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Gewalt gegen Frauen
In Bayern stehen 38 staatlich geförderte Frauenhäuser sowie 33 Notrufgruppen für von Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen zur Verfügung. Dieses Angebot ist in unseren Augen nicht ausreichend. Insbesondere der pro-aktive Beratungsansatz bei Opfern von häuslicher Gewalt hat sich in Modellprojekten in München, Augsburg und Fürstenfeldbruck bewährt. Die Landtagsgrünen fordern deshalb den pro-aktiven Beratungsansatz bei häuslicher Gewalt bayernweit einzurichten und auszubauen. Eine adäquate Finanzierung muss dabei durch das Land gewährleistet werden. Dabei ist auch auf eine mehrsprachige und interkulturelle Ausrichtung bei Konzeption und Stellenbesetzung zu achten. Ein weiteres wichtiges Element für die langfristige Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen im sozialen Nahraum ist die Implementierung von niedrig schwelligen Täterprogrammen und deren Vernetzung mit dem bestehenden Angebot.
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Umsetzung des Gender Mainstreaming
Gender Mainstreaming bezeichnet den Versuch, eine Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu erreichen. Es wird davon ausgegangen, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt und somit überall die unterschiedlichen Probleme und Interessen von Frauen und Männern zu berücksichtigen. Der Blick soll also nicht auf Frauen allein und "frauenspezifische" Probleme und Themen gerichtet werden sondern auf "Geschlechter" allgemein, damit eine geschlechtersensible Perspektive in alle sozio-politischen und wirtschaftlichen Bereiche integriert werden und somit eine Gleichstellung der Geschlechter von allen in allen Bereichen gefordert werden kann.
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Girls‘ Day war gestern! Das erste Gender Parlament im bayerischen Landtag
Unter Federführung der gleichstellungspolitischen Sprecherin Claudia Stamm, MdL, fand am 24. April 2010 das erste Gender Parlament im Bayerischen Landtag statt. Knapp 50 junge Frauen und Männer erarbeiteten in vier Ausschüssen Forderungen zum Thema Geschlechtergerechtigkeit. Die Ergebnisse stellten sie im Plenum zur Abstimmung. Abschließend überreichten sie die Anfragen und Anträge der gleichstellungspolitischen Sprecherin Claudia Stamm, MdL, und dem bildungspolitischen Sprecher Thomas Gehring, MdL. Die Abgeordneten werden die Forderungen in ihre parlamentarische Arbeit einfließen lassen.
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Lesben- und Schwule
Schwule und Lesben bleiben, nach einem kurzen politischen Frühling unter der Rot-Grünen Bundesregierung, die Sündenböcke einer scheinheiligen Politik. Unter dem Vorwand, Familien zu fördern, grenzt die herrschende CSU-Mehrheit andere Lebensgemeinschaften aus. Die Grünen fordern eine umfassende Gleichstellung aller Lebensformen. Wir setzen uns für die Vernetzung schwul-lesbischer Initiativen ein und kämpfen für die Überwindung der Diskriminierung. Es muss auch in diesem Bereich Schluss gemacht werden mit bayerischen Sonderwegen, die Lebenspartnerschaften herabwürdigen. Außerdem bieten wir immer wieder Lesben- und Schwulen-Gruppen Gelegenheiten zum Feiern im "Hohen Haus" des Bayerischen Landtages.
Mehr Informationen zu unserer Antidiskriminierungspolitik und Fotos von unseren lesbisch-schwulen Feiern im Landtag